Einmal Prinzessin sein - Start in die Ballsaison

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Martina Luft (links) und Feli Wiebels bei der Anprobe zur Traumrobe. (Foto: Debus-Gohl)
Sie hat bereits als kleines Mädchen ihr Glück auf dem Rücken der Pferde gefunden. Feli Wiebels ist erfolgreiche Dressurreiterin und verbringt viel Zeit im Stall, sofern ihr Stundenplan dies zulässt, denn die 16-Jährige geht in die 11. Klasse des Grashof Gymnasiums.
Auch ihre Eltern sind bekannt in der Reiterszene. Kein Wunder also, dass Feli hier ebenfalls Fuß gefasst hat. Neben den Turnierveranstaltungen steht natürlich auch Pferde- und Sattelpflege auf dem Programm. Dann ist Funktionskleidung angesagt und kein edler Zwirn.
Ein Grund mehr für Feli, sich bei unserer Aktion im Abendkleid fasst wie eine Prinzessin oder ein Promi zu fühlen. Hinzu kommt, dass der Entwurf von Modemacherin Martina Luft gleich als Rohling und Vorentwurf perfekt sitzt und sich ebenmäßig an Felis elfenhafte Figur anschmiegt. Optisch wirklich unschlagbar.
Bei der finalen Anprobe zur bevorstehenden Ballsaison erzählt Feli von ihren bisherigen Erfolgen: „Ich glaube, ich habe schon auf dem Pferd gesessen, bevor ich laufen konnte. Voltigiert habe ich dann ab sieben und mit zwölf Jahren bei Turnieren bereits ein Pony ganz allein geritten.“ Mit außergewöhnlich hohen Wertnoten hat Feli Wiebels E, A und L-Dressuren gewonnen und ist heute auf dem Wallach De Caprio aus dem Besitz von Margarete Wolf erfolgreich in der Dressur unterwegs.
„Der siebenjährige Westfale muss aber noch lernen“, lacht Feli Wiebels und freut sich schon auf viele weitere Erfolge. Ihr großer Wunsch ist allerdings die Teilnahme an den Olympischen Spielen: „Irgendwann, wenn wir soweit sind.“
Hochgesteckte Ziele also, die die 16-jährige Stadtwälderin sich da gesetzt hat. Aber mit der vierfachen Dressur-Olympiasiegerin Nicole Uphoff, die Patentante von Felis älterer Schwester ist, in der Familie und mit viel Talent kann so mancher Wunsch wahr werden.
Im schwarzen Abendkleid mit langer Schleppe, das Martina Luft eigens für Feli entworfen hat, fühlt sich die Schülerin jedenfalls gleich sicher. Gut könnte sie sich vorstellen, ihren Abiball darin zu feiern.
Designerin Martina Luft hat ihren Entwurf genau auf Felis Persönlichkeit hin zugeschnitten. „Da sie Reiterin ist, war mir klar, dass das Kleid so etwas wie einen Pferdeschwanz braucht“, lacht die Künstlerin mit Atelier in der Rosastraße. „Also habe ich eine Schleppe entworfen, die sich quasi auch vom Pferderücken auf den Boden herunterranken könnte. Bei unserem ersten Kontakt habe ich Feli davon erzählt und wir fanden den Entwurf dann zum Glück beide toll.“
„Die eigentliche Idee hatte ich, als ich das Ramstein-Video ‚Sonne‘ gesehen habe“, erinnert sich Martina Luft. Darin bewegt sich ein Schneewittchen zwischen Bergarbeitern.

"Man sollte sich im
Kleid wohlfühlen ...“

Die Ballsaison 2013/ 2014 ruft bei Martina Luft ebenfalls ganz konkrete Vorstellungen hervor, die auch schon im Schaufenster ihres kleinen Ateliers zu sehen sind: „Schwarze Kleider, schlicht aber aus aufwändigen Stoffen, entweder mit Pailletten, Perlen oder Rosen bestickt. Oder auch pistaziengrüne Roben, die zum Beispiel an rothaarigen Damen fantastisch wirken“, lässt sie ihre Fantasie spielen. In Sachen Stilmix ist Martina Luft mutig: Warum nicht mal eine Lederjacke zu einem Cocktailkleid tragen oder ein Kleid im Schottenkaro à la Vivienne Westwood...“ - das kann natürlich nicht jeder anziehen.
„Es kommt immer auf den Typ an. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt in seinem Kleid und nicht verkleidet!“
Feli strahlt und dreht sich vor dem Spiegel. Die blonden Haare bilden einen schönen Kontrast zum langen Schwarzen. Die gedrehte Schleppe mit Riesenrüsche fließt weich auf den Boden. Keine Frage: Sie fühlt sich in ihrem Kleid sichtlich wohl.
Und auch ihr Ballpartner Handballstar Stephan Krebietke ist beim späteren Fototermin im Foyer des Aalto-Theaters hin und weg.
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