Es ist ein großes Glück, einen Menschen an seiner Seite zu haben, mit dem man sich zurückerinnern kann.

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Das verflixte sechste Jahr - Denn dann gibt es in NRW die meisten Scheidungen (WAZ 17.Dezember 2013)

Gehen wir mal davon aus, dass die Statistik stimmt. Da stellt sich doch die Frage, woran liegt es, dass nach diesen paar Jahren mit der Liebe Schluss ist, wogegen es Paare gibt, die die silberne, goldene oder sogar diamantene Hochzeit gemeinsam im Familienkreis feiern?

Wenn zwei sich auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft machen, lassen sie sich auf ein großes Abenteuer ein. Denn schließlich gibt es viel Unbekanntes und Liebenswertes zu entdecken. Zusammen lässt sich außerdem eine Menge Schönes und Spannendes zu erleben. In ihrer Verliebtheit und Leidenschaft zueinander beteuern beide immer wieder ihre unverbrüchliche Zuneigung.

Er bringt ihr Blumen mit, sie trägt sein Foto in der Geldbörse. Ist man aber heimisch im neuen Lebenskreis, droht Erschlaffen und lähmende Gewöhnung macht sich breit. Da wächst man unter Umständen doch auseinander. Kommen unterschiedliche Ziele hinzu, gibt man manchmal viel zu schnell auf und bricht aus der Beziehung aus.

Das ist der falsche Weg. Stattdessen soll man Krisen als Herausforderung sehen, an denen man wachsen kann. In einer Partnerschaft geht es nun mal in erster Linie um Dinge wie Wertschätzung der Person, Verlässlichkeit, Solidarität und gegenseitiges Vertrauen. Auch die Bereitschaft zur Pflicht gehört dazu. Diese Elemente sind wichtige Voraussetzungen für ein sicheres Fundament in einer Partnerschaft.
Doch für eine dauerhafte glückliche Beziehung gibt es kein Patentrezept. Es gibt nur Vorgehensweisen, an die man sich halten kann. Bewegte Zeiten in der Liebe sind noch lange kein Grund sich gleich zu trennen. Doch es gibt Sachen, die man nicht hinnehmen kann: Untreue und Vertrauensmissbrauch. Man muss absolut ehrlich zu dem anderen sein, auch wenn es manchmal schwer fällt einzugestehen, dass man Mist gebaut hat. Wer den Partner bewusst hintergeht, bzw. ihm gegenüber untreu ist, hat den Menschen, der ihn liebt nicht verdient. Sicherlich kann es mal zu einem Seitensprung kommen, da ist niemand vor gefeit. Aber es muss auf einer fairen Basis ablaufen. Wenn der Partner erst über Dritte davon erfährt, ist die Beziehung kaum noch zu kitten.

Wichtig ist aber den Gedankenaustausch im Fluss zu halten. Zielgerecht kommunizieren – Zuhören und den anderen ausreden lassen, sind wichtige Voraussetzungen, um nicht aneinander vorbeizureden und mitzubekommen, was der andere wirklich meint. Selbstverständlich muss jedes Paar für sich selbst herausfinden wie man gemeinsam brenzlige Situationen schafft.

Das Leben zu Zweit ist kein fortwährender Honeymoon. Wenn beide aber das Motto: „Miteinander leben – voneinander lernen“, beherzigen, werden sie ihre Liebe auch über den Alltag hinweg frisch halten. Kommen noch gemeinsame Interessen, sexuelle Harmonie, Freundschaft, Übereinstimmung in Finanz- und Erziehungsfragen hinzu, sind die grundsätzlichen Voraussetzungen für eine beständige und glückliche Partner geschaffen.

Epilog

Jetzt sind Sie bestimmt der Meinung, ich hätte die Harmonie gepachtet, weil ich die Spielregeln zu kennen glaube. Weit gefehlt! Ich bin ein Mensch mit starken Emotionen und muss ab und zu Dampf ablassen. Wie sich das auswirkt, sei hier verschwiegen. Also, machen Sie sich nichts draus, wenn es nicht ganz so funktioniert, so wie ich es beschrieben habe oder wie Sie es gern hätten. Bedenken Sie, es sind zwei unterschiedliche Menschen, die zusammenleben, jeder mit seinem Temperament und jeder mit seiner Begeisterung. Auch wenn mal alt wird wie Methusalem, wird man aus sich selber manchmal nicht schlau, geschweige denn, aus dem anderen.
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3 Kommentare
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Nicole Altmeyer aus Witten | 21.12.2013 | 19:55  
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Ursula Hickmann aus Essen-Süd | 21.12.2013 | 23:00  
3.033
Nicole Altmeyer aus Witten | 21.12.2013 | 23:20  
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