Franziskus I. ist eine gute Wahl

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Obwohl die Wahl eines neuen Papstes für Protestanten natürlich nicht von so herausragender Bedeutung ist, hat die Evangelische Kirche die Ereignisse in Rom sehr aufmerksam verfolgt.

"Weil uns die Gemeinden der Römisch-Katholischen Kirche als Weggefährten im gemeinsamen christlichen Glauben am Herzen liegen, nehmen wir Anteil an ihren Hoffnungen und Erwartungen; gerade in der derzeitigen Umbruchssituation", erklärte Irmenfried Mundt, Superintendent des Kirchenkreises Essen.
Zur Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio sagte der Superintendent: "Spontan möchte ich sagen: Er ist eine gute Wahl! Ein Nichteuropäer. Ein Lateinamerikaner. Ein Jesuit. Einer, der seine Kirche auch in schweren Zeiten glaubwürdig geführt hat, nach allem, was wir bislang hören. Gewiss kein Revolutionär, aber einer, der etwas weiß von Gerechtigkeit und vom Eintreten für die Armen. Einer, der das Evangelium glaubwürdig vertritt und sich nicht scheut, deutliche Worte zu sprechen. Zum ersten Mal wählt ein Papst den Namen des Franz von Assisi - und das sicher nicht von ungefähr: Dieser Name steht für eine bestimmte Blickrichtung. So sehr der neue Papst fest verwurzelt in der Tradition und in der Lehre der Kirche steht, so sehr geht es um glaubwürdige Taten für die Menschen. Offen begegnet er den Menschen. Sein erster Auftritt gestern hat etwas von Herzenswärme und Humor spüren lassen. In ihm kommt für uns Europäer, für uns Deutsche auch die weltweite Ökumene wieder etwas mehr in den Blick. Und auch im ökumenischen Dialog der christlichen Kirchen traue ich ihm durchaus weiterführende Schritte zu. Wir erbitten Gottes Segen und Geleit für seinen schweren Dienst!"
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