Historischer Abend - Erbach feierte

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Gestaunt wurde von vielen - von den Wirtsleuten Darius und Danijela Matos, von den Gästen und leider auch von denen, die zu spät kamen und keinen Platz mehr im Lokal fanden. Letzteres tat besonders auch den Wirtsleuten leid, denn welcher Wirt lässt schon gerne einen Gast wieder gehen?

Das Fest wurde von den Haarzopfer und Fulerumer Bürgern sehr gut angenommen. Die Gelegenheit zur Erinnerung an damals bei den Altbürgern und die Neugier der Neubürger das „Haarzopf von früher“ zu sehen, lockte viele Gäste an. Alle staunten über die Vielzahl an Fotografien, die die Wände des Lokals an diesem Abend schmückten und auch noch durch eine Videoshow ergänzt wurden. Damit hatte man ja nicht gerechnet.
Bekanntes und Bekannte und sogar Verwandte wurden auf den Fotos wiederentdeckt. Das Elternhaus oder die alte Schmiede, Straßen und Spielstätten, einfach toll diese Erinnerungswerte. Man traf Nachbarn und alte Schulkammeraden wieder und so klönten manche über die guten alten Zeiten.

Die Haarzopfer Neubürger fanden Kontakt zu Altbürgern und wer heute noch sagt, dass nur der ein Haarzopfer sei, der eine Milchziege mal hinter dem Haus hatte, der wurde eines Besseren belehrt. Man kann sich gut und gerne als Einheimischer fühlen, wenn man sich für Haarzopf interessiert und vielleicht auch aktiv am Leben im Ortsteil teilnimmt. So viele Vereine wie früher gibt es nicht mehr, aber noch genug um viele Interessen abzudecken.
Als dann der Haarzopfer Historiker Herbert Schmitz mit seiner Rede über Haarzopf begann und den Bogen von der ersten Nennung des Ortes bis zur heutigen Zeit spannte, da wurde es ruhig im Lokal und alle lauschten den Worten des Historikers. Dabei wurde so manches Bild an der Wand und von der Diashow von den Gästen deutlicher ins Auge gefasst.
Herbert Schmitz verlas einen Spruch des Ur-Wirtes Heinrich Erbach: „Wer kein Bier trinkt, hat in der Kneipe nichts verloren“.
Dies war wohl dem Zeitgeist geschuldet, als noch keine weinhaltigen Getränke und Coca-Cola in der Kneipe ausgeschenkt wurden.
Gemeinsam wurde das reichhaltige von den Wirtsleuten angebotene Buffet verzehrt und so manches Glas Bier und Glas Wein wurde geleert. Kneipe ist dieses Lokal auch nicht mehr zu nennen. Es ist zu einem Restaurant geworden. Man trinkt sein Bier heute in der Lounge. Leider gingen einige Fußballfans vorzeitig, um dann aber rechtzeitig kurz vor Mitternacht wieder zurückzukehren um sängerisch den Mai zu begrüßen.
Es war ein schöner Abend, die Wirtsleute hoffen Ihre Gäste bald wieder begrüßen zu dürfen und bedauern nicht genug Platz für alle gehabt zu haben.

Ein besonderer Dank gehört Herrn Herbert Schmitz für seine jahrzehntelange Aufarbeitung der Geschichte Haarzopfs, seine Veröffentlichungen und Mitarbeit zum Gelingen der Feier, ebenso Herbert Fries der auch Exponate aus seinem Fotoarchiv beisteuerte.
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