Junge Journalisten hinter Zäunen und Stacheldraht

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  Tische voller Schokoladennikoläuse, strahlender Sonnenschein und das Flair einer wahren Marineschule. Dies sollten die perfekten Voraussetzungen für ein aufregendes Wochenende ganz im Zeichen von journalistischer Arbeit kombiniert mit Marine Action sein. Über hundert am Journalismus interessierte Teilnehmer und Teilnehmerinnen zwischen 15 und 19 Jahren aus ganz Deutschland machten sich daher am Nikolauswochenende 2014 auf den Weg ins ferne Flensburg, um der einmaligen Gelegenheit nachzugehen, viele persönliche und journalistische Erfahrungen bei der Arbeit mit waschechten Medienprofis zu erlangen. Beispielhaft seien hier Vertreter aus Fernseh-, Funk- und Printredaktionen, wie z.B. dem Bayrischen Rundfunk oder der Tageszeitung „Die Welt“ genannt. Ausgewählt für dieses Ereignis wurden die jungen Journalisten von der Young Leaders GmbH aus Berlin; sie setzt sich besonders für Jugendliche ein, die sich für die Allgemeinheit engagieren und so beispielsweise als Schülersprecher, in der Kirchengemeinde oder beim DRK aktiv sind.
Als Gastgeber und Sponsor des 140. Jugendpressekongresses agierte die Bundeswehr und stellte neben ihrer Kaserne als Unterkunft auch die gesamte Marineschule als Tagungsort zur Verfügung.
Es sollte ein aufregendes Wochenende werden und die Erwartungen der jungen Schüler wurden nicht enttäuscht. Schon zu Beginn ihrer Ankunft wurden sie für die meist recht lange Anreise in den Norden der Bundesrepublik mit der atemberaubenden Kulisse der Marineschule Mürwik entschädigt. Die Marineschule, in schmeichelndes Dämmerungslicht getaucht und direkt an der Flensburger Förde gelegen, zog die Teilnehmer des Jugendpressekongresses sofort in ihren Bann und wurde recht schnell liebevoll als „Hogwarts“, aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu der berühmten Zauberschule aus Harry Potter, betitelt. Immer wieder hörte man beeindruckte Reaktionen wie „Wow“ oder „Oh wie schön!“.
Auch das große Auditorium, in dem sonst die etwa 1000 jungen Kadetten der Marineschule ausgebildet werden, fand mit seinen hohen holzvertäfelten Decken besonderen Anklang bei den jungen Nachwuchsjournalisten. Es tauchte die Vorträge wie zum Beispiel über die „Zukunftsstrategien des 21. Jahrhunderts“ oder die „Globalisierung“, vorgetragen von Reinhard Werner, Mitbegründer der Young Leaders GmbH, in eine ganz besondere Atmosphäre.
Danach ging es zum wesentlichen Thema des Wochenendes über, dem Journalismus. Es wurden Redaktionen gebildet, deren Ziel es war, Beiträge rund um das Thema „Marine“ zu verfassen, welche später zu PR-Zwecken der Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden sollten. Hierzu wurden in Einzelsitzungen der verschiedenen Print-, Online-, und Fernsehredaktionen, betreut von jeweils einem Profijournalisten, noch einmal die Grundlagen journalistischer Arbeit und die Unterschiede verschiedener Textformen besprochen.
Anschließend ging es für die „Young Leaders“ dann zu einer „Medienbörse“ in den Fluren der von Kaiser Wilhelm II. erbauten Marineschule. Im Rahmen dieser Medienbörse bekamen die jungen Journalisten die Möglichkeit, verschiedene Offiziere und Mitarbeiter der Marine über ihre Laufbahn und Zukunftsperspektiven bei der Bundeswehr zu interviewen. Diese Informationen, wie die Aufnahmemöglichkeit bei der Marine ab einem Alter von 17 Jahren oder eine Verpflichtung für die Mindestdauer von vier Jahren, je nach angestrebter Karrierelaufbahn, dienten später als Vorlage für ihre Presseprojekte und boten den Teilnehmern die Möglichkeit sich selbst ein Bild über die Marine verschaffen zu können. So lernten sie neben unbekannteren Berufen bei der Marine, wie dem eines Minentauchers, auch verschiedene Laufbahnoptionen kennen, welche auf einem Studium oder einer Ausbildung bei der Bundeswehr basieren können.
Die Teilnehmer des Wochenendes bekamen ein Gespür, wie die Arbeit eines Journalisten aussieht und erkannten schnell, wie begrenzt die Zeit zwischen Recherche und „Redaktionsschluss“ manchmal ist. Die jungen Journalisten waren außerdem dazu ermuntert worden, jegliche Fragen zu stellen, da es ja bekanntermaßen „keine doofen Fragen“ gäbe. Bei den Fragen an den Flottillenadmiral Carsten Stawitzki über sein Leben bei der Marine, die dieser gerne und offen beantwortete, ließen sie ihrer Kreativität daher freien Lauf.
Die Ergebnisse waren Lohn und Erfolg zugleich und die Verfasser der PR-Zeitung, des Webmags und des Fernsehmagazins konnten die Resultate der harten Arbeit aller Beteiligten stolz präsentieren.
Zur Belohnung ging es zum Abschluss einer ereignisreichen Zeit unter sternenklarem Himmel auf einem Schiff über die Flensburger Förde in Richtung Dänemark. Hierbei bekamen die Teilnehmer noch einmal die Gelegenheit, sich untereinander über die vorangegangenen Erlebnisse auszutauschen.
Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass dieses Wochenende ein ganz besonderes, reichlich bestückt mit neuen Erfahrungen und Bekanntschaften, war und sich lohnte, den Nikolaus in diesem Jahr ausnahmsweise zu versetzen.
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