"Legal Highs" sorgen für immer mehr Todesfälle

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Foto: Lokalkompass
Research Chemicals, Designerdrogen, Synthetische Betäubungsmittel, Legal Highs wie „Badesalze, Pflanzendünger und Kräutermischungen“ – wer soll da noch durchblicken?

Sie alle haben gemeinsam, dass es sich um chemische, zweckentfremdete Varianten bereits bekannter Stoffe mit psychoaktiver Wirkung handelt: aphrodisierend, anregend, beruhigend oder empathisierend.
Mitarbeiter der Suchthilfe direkt warnen: „Die berauschende Wirkung kann aufgrund der fehlenden Deklarierung überhaupt nicht eingeschätzt werden. Außerdem werden die Zusammensetzungen laufend geändert, so dass man auch bei wiederholtem Konsum von ein und demselben Produkt nie wissen kann, welchen Wirkstoff man sich gerade in welcher Dosierung zuführt“. Aus Sicht der Suchtexperten drohen den Konsumenten hier erhebliche Gesundheitsgefahren. Frank Langer von der Essener Fachstelle für Suchtprävention hierzu: „Der Konsum neuer psychoaktiver Substanzen zieht teilweise schwere gesundheitliche Folgen nach sich. Die Symptome reichen von Übelkeit, heftigem Erbrechen, Herzrasen und Orientierungsverlust über Kreislaufversagen, Ohnmacht bis hin zu Lähmungserscheinungen und Wahnvorstellungen.“
Während die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von Heroin, Kokain und Crack seit Jahren zurückgeht, steigt die Anzahl der Todesfälle nach dem Konsum von Amphetaminen und Metamphetaminen. Auffällig ist die um das Fünffache gestiegene Anzahl der Todesfälle nach dem Konsum Neuer Psychoaktiver Stoffe (NPS), so genannter "Legal Highs".
Bislang konnten nur einzelne Stoffe in die Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes (BtmG) aufgenommen und damit verboten werden. Mit dem Gesetz zur Bekämpfung der Verbreitung neuer psychoaktiver Stoffe (NpSG) werden nun ganze Stoffgruppen verboten – damit „wird es nicht mehr wie bisher möglich sein, durch kleine chemische Veränderungen Verbote zu umgehen und gefährliche Stoffe auf den Markt zu bringen“, so das Bundesministerium für Gesundheit.
Damit verbunden ist die Hoffnung, dass durch die Strafverfolgungsbehörden gegen die insbesondere im Netz nahezu uneingeschränkte Verfügbarkeit der NPS wirksamer vorgegangen werden kann.
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