Protest gegen Großbaustelle Haltestelle Weserstraße

Anzeige
Die Interessengemeinschaft Bergerhausen befürchtet, dass Einzelhändler und Anwohner bei dem barrierefreien Umbau der Haltestelle Weserstraße das Nachsehen haben.
Bürger und Einzelhändler laufen Sturm gegen den Millionen Umbau der Haltestelle Weserstraße. Die Haltestelle soll spätestens ab Anfang 2017 fünf Monate lang barrierefrei umgebaut und der Kreuzungsbereich Rellinghauser-/Weser-/Werrastraße neu geordnet werden. Für die Politiker der Bezirksvertretung (BV) II ist dies bereits beschlossene Sache, doch in der Nachbarschaft wächst die Kritik: Parkplätze sollen wegfallen und Rückstaus werden befürchtet.

Den anliegenden Bürgern erscheint der Umbau unnötig, da in ca. 200 Metern Sichtweite die Haltestelle Töpferstraße schon seit einem Monat barrierefrei umgebaut ist. „Es wäre viel sinnvoller, die Haltestelle Zeche Ludwig oder eine andere Haltestelle Richtung Rellinghausen barrierefrei umzubauen, um somit eine bessere Verteilung auf der gesamten Fahrstrecke zu gewährleisten!“ schlägt Bio-Fleischer Bernd Burchhardt vor.
Die Anwohner und Einzelhändler befürchten, dass große Beeinträchtigungen auf sie zukommen, wenn die Pläne so umgesetzt werden, da sieben Parkplätze wegfallen und die Rellinghauser Straße teilweise einspurig und enger wird. Von der Weserstraße wird der Verkehr nur noch einspurig auf die Rellinghauser Straße führen. Dies kann leicht zu Rückstaus führen und dazu, dass viele Kunden und Autofahrer den Einkaufsbereich meiden werden.

„Die letzte Baumaßnahme von August bis Dezember 2015 hat die Einzelhändler schon ausreichend geschädigt. Deshalb dürfen nur noch absolut nötige Baumaßnahmen durchgeführt werden“, so Hermann Welp, Inhaber der Bäckerei Hermann Welp auf der Rellinghauser Straße.
Zusätzlich zur Barrierefreiheit sollen zwei neue NachtExpress-Haltestellen gebaut werden. „Es sollte doch ausreichen, wenn per NachtExpress die Haltestellen Töpferstraße und Zeche Ludwig angefahren werden, da nur wenige Menschen diesen Service nutzen und die Haltestellen nah beieinander liegen“, sagte Welp. Zudem soll ein Bereich der Grünflächen wegfallen, da ein Radweg vorgesehen ist.
Kürzlich schrieb die Interessengemeinschaft Bergerhausen geschlossen einen Brief an Oberbürgermeister Thomas Kufen, Baudezernentin Simone Raskob und Vorsitzenden des Bau- und Verkehrsausschusses Rolf Fliß, in dem sie ihre Sorgen und Befürchtungen zum Ausdruck bringen. Reaktionen seitens der Adressaten lassen bis heute auf sich warten.

Brief an Oberbürgermeister bleibt unbeantwortet

„Die Interessengemeinschaft wird sich mit einem Bürgerbegehren bzw. Bürgerentscheid gegen diesen absolut unnötigen Umbau der Haltestelle und somit gegen die Position der Politik wehren!“ kündigt Bio-Fleischer Burchhardt an.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.