Radfahren in Essen könnte so schön sein

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„In Essen ist es wunderschön zu wohnen, aber die Eindrücke als Radfahrer sind so hässlich“, sagt Klaus Tobaschus. Erst kürzlich ist der 78-Jährige von Freiburg wieder nach Essen auf die Margarethenhöhe gezogen und musste sich schon diverse Beleidigungen im Stadtverkehr anhören.

Dies passiere größtenteils bei der ‚Bergfahrt‘ von der Holsterhauser Straße bis hin zum Universitätsklinikum, berichtet der 78-jährige Tobaschus. Aufgrund der teils desaströsen Lage auf den Straßen sei es nicht möglich, Radwege zu nutzen, denn die würden wegen fehlender Markierung oftmals einfach zugeparkt. Also bleibe nur die Straße. Tobaschus wird fast täglich angehupt, und das, obwohl auf der Straße eigentlich genug Platz für Auto und Radfahrer sein müsste: „Steht man an der Ampel, wird man von den Fahrern sogar an den Bordstein gedrückt, sodass die Gefahr zu stürzen enorm groß ist.“

Auch die Polizei kann nicht helfen


Mittlerweile wandte er sich an die Polizei mit der Frage, ob es denn möglich sei, dann auf dem Fußgängerweg zu fahren: „Man sagte mir, dass die Problematik um die zugeparkten Fahrradwege bekannt sei, doch auf dem Fußgängerweg haben immer noch die Fußgänger Vorrang.“ Eine Gefahr für Leib und Leben stellten auch die rücksichtslosen Autofahrer dar, die sogar rechts überholten, um nur wenige Meter weiter abzubiegen.

Für Klaus Tobaschus, der jahrelang in Freiburg, einer, wie er sagt, Fahrradfahrer-Stadt, gelebt hat, ist es ein Problem, welches die Kommunalpolitik angehe: „Hier hat die Politik für Radfahrer nichts übrig. Zum Beispiel muss man in Freiburg auch nichts für die Fahrradmitnahme in Zügen bezahlen.“ Er weist daraufhin, dass ein grundsätzlich anderes Verständnis bestehe. Wahrscheinlich auch, weil die Dimensionen anders sind: „Hier sieht man vielleicht mal drei oder vier Fahrer, in Freiburg sind es da schon gleich 300.“

Paradebeispiel: die Trassen


Ein weiteres Risiko stellten die maroden Straßen dar, welche die Radfahrer manchmal dazu zwängen, einen Schwenk nach links zu machen. Ein großes Risiko, da hinter ihnen fahrende Autofahrer damit nicht rechnen.
Natürlich ist nicht alles negativ. Tobaschus erklärt: „Die Trassen-Radwege sind etwas Wundervolles. Besonders die Strecke vom Borbecker Mühlenbach bis zum Rhein-Ruhr-Zentrum. Man kann dort wunderbar spazieren oder eben fahrradfahren.“
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