Schüler des Erich-Brost-Berufskollegs engagierten sich gegen Kinderarbeit

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Simon Möllmann, Schüler des Erich-Brost-Berufskollegs (links), und Schulleiterin Anette Grambow (rechts) übergaben die Spende in Höhe von 1.400 Euro stellvertretend für alle Teilnehmer des Zertifikatkurses an Malte Pfau (Mitte) von der Kindernothilfe. Pressefoto: Erich-Brost-Berufskolleg der Stadt Essen
Essen: Erich-Brost-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung |

Im Rahmen des Zertifikatskurses „Soziales Engagement und Projektmanagement“ haben Schülerinnen und Schüler des Erich-Brost-Berufskollegs 1.400 Euro für ein Projekt der Kindernothilfe gesammelt, das sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit in Peru richtet: Die Spende soll dazu beitragen, dass unter zehnjährige Kinder, die unter harten Bedingungen in den Ziegeleien der peruanischen Stadt Cajamarca Geld für den Lebensunterhalt ihrer Familien verdienen müssen, anstelle dieser unwürdigen Arbeit ein Schulbesuch möglich wird.

Engagement der Schüler wurde gewürdigt

Bei der Spendenübergabe und Zertifikatsverleihung am Dienstag (31. Januar) würdigten die Schule und die Kindernothilfe das Engagement der Schüler, die das Projekt am Berufskolleg durchgeführt haben, aber auch die Hilfsbereitschaft ihrer Mitschüler. Den Spendenzweck hatten die beteiligten Schüler im vergangenen Jahr selbst aus mehreren Projekten der Kindernothilfe ausgewählt. „Dass Kinder sich wünschen, in die Schule zu gehen zu können, damit sie nicht den ganzen Tag unter harten Bedingungen in einer Ziegelei arbeiten müssen, hat unsere Schülerinnen und Schüler bewegt. Sie waren sofort bereit, sich für die Rechte dieser Kinder einzusetzen“, berichten die Lehrer, die den Zertifikatskurs begleitet haben. Nachdem sich die Schüler mithilfe von Informationsmaterialien im Religionsunterricht mit den Ursachen und Folgen von Kinderarbeit und den Lebensbedingungen in Peru vertraut gemacht hatten, starteten sie in der Weihnachtszeit mehrere Aktionen, um damit Spenden für ihr Projekt zu sammeln.

Aus Mitgefühl wurde soziales Engagement

Mithilfe des gesammelten Betrages wird der Schulbesuch der betroffenen Kinder direkt gefördert; außerdem geht es darum, die Lebenssituation ihrer Eltern durch gezielte Bildungsmaßnahmen zu verbessern – damit die Kinder erst gar nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden müssen. Auch die Aufklärung vor Ort über die elementaren Rechte von Kindern ist Teil des Projekts und soll sie vor Missbrauch und Ausbeutung schützen helfen. „Es ist wichtig für unsere Schüler zu erfahren, dass sie am Leben und dem harten Alltag von Kindern auf der anderen Seite der Erde Anteil nehmen und sie bei ihren Zukunftsplänen unterstützen können“, erklärt das Lehrerteam. „Und indem sie ihr Mitgefühl und soziales Engagement ganz praktisch in die Tat umgesetzt haben, konnten sie gleichzeitig wertvolle Kompetenzen im Lernbereich Projektmanagement erwerben – auf diese Weise gewinnen alle etwas hinzu.“
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