Sensibel und berührend: "Oskar und die Dame in Rosa" - Der Tod als Thema - Theatrale Lesung in Burgaltendorf

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Familie Farwick lädt regelmäßig zu Veranstaltungen ein.
Oskar ist zehn Jahre alt - und Oskar hat Leukämie. Er wird sterben - viel Zeit bleibt ihm nicht mehr… Mit diesem sensiblen Thema beschäftigt sich die Theatrale Lesung „Oskar und die Dame in Rosa“, die organisiert vom Bestattungsunternehmen Farwick in der vergangenen Woche in Burgaltendorf stattfand.

VON JULIA COLMSEE

Ein berührender Einblick in die Welt eines Kindes, das sich mit der Realität der letzten zwölf Tage seines Lebens auseinander zu setzen hat.
Das „Theater mini-art“ greift mit dem Stück eine Erzäh­lung des Schrift­stellers Eric-Emmanuel Schmitt auf. Oskar weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, aber seine Eltern tun alles, um das Thema Tod zu vermeiden. Im Kranken­haus findet Oskar eine Gesprächs­partnerin, die den Mut hat, gemein­sam mit ihm über seine Fragen nachzu­denken. Eine der ehren­amtlichen Helfe­rinnen in der Kinder­klinik – man nennt diese „Damen in Rosa“, weil sie rosa Kittel tragen  –  wird für ihn zu „Oma Rosa“. Rosa rät ihm, jeden Tag einen Brief an Gott zu schreiben. Mit einer Auswahl dieser Briefe lassen die beiden Schau­spieler Crischa Ohler und Sjef van der Linden die Zuschauer an Oskars Gedan­ken und inten­siven Gefühlen teilhaben.
Nach Burgaltendorf und auf die Bühne des Pfarrzentrums gebracht hat das Stück das Bestattungsunternehmen Farwick. „Ein bewegendes Thema - mit dem wir von Berufswegen natürlich häufig zu tun haben“, erklärt Bärbel Farwick. „Oftmals machen wir die Erfahrung, dass Menschen sich gar nicht oder viel zu spät mit dem Thema Tod auseinandersetzen - und nicht miteinander sprechen. Dabei wäre das so wichtig!“
Trotz des nicht ganz einfachen Themas hatten doch einige Menschen den Weg in das Pfarrzentrum gefunden - auch Kinder! Und wer ein sentimentales oder melancholisches Rührstück erwartet hatte, der war überrascht. Im Gegenteil - es konnte sogar geschmunzelt und gelacht werden! Auf seine ganz eigene, charmant-naive Art berichtet Oskar in Briefen von seinem Leben im Krankenhaus, den Ärzten, seinen Eltern, Oma Rosa und den Mit-Patienten… und das Publikum darf ihn begleiten. Bewegend - aber nicht überzeichnet - traurig - aber nicht Verzweifeln lassend!
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