Weniger Alkohol, mehr Struktur

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Dieser Szenebereich der Essener City wird nun regelmäßig von den Teilnehmenden gesäubert. Foto: Lokalkompass Wandtke
Am 1. Oktober vergangenen Jahres startete Das Projekt "Pick Up" der Suchthilfe Essen als Pilotprojet mit zehn Plätzen und wurde zu Beginn mehr als kritisch beurteilt. In den letzten 21 Monaten haben mehr als 30 Personen am Projekt teilgenommen und konnten so erfolgreich an das Essener Hilfesystem angebunden werden. Pick-Up bietet Arbeitsgelegenheiten und Tagesstruktur durch Beschäftigung für besonders arbeitsmarktferne, meist chronisch abhängige Menschen. Die Vermittlung von Hilfeeinrichtungen, wie der Suchtberatung oder Betreutem Wohnen konnten direkt gewährleistet werden.

Die „Reiniger“ sind täglich mehrfach in der Essener Innenstadt präsent und haben während ihrer Routen in den letzten Monaten dutzende Container Müll gefüllt. Die sogenannten Szenetreffs werden gesäubert, was dazu führt, dass die Teilnehmenden eine positive und wertschätzende Resonanz aus der Bevölkerung erfahren.
"Über „Fegen für Bier“ wird zum Glück nicht mehr oft gesprochen", erklärt Olaf Stör, Arbeitsanleiter Pick Up.
Erfreulich sind auch die Ergebnisse der anonymen Teilnehmerbefragung, hier berichten alle von einer Reduktion ihres Alkoholkonsums: „Es wird einfach tagsüber weniger getrunken, wenn wir in der Maßnahme sind“.

Seit April besteht für die Teilnehmenden auch die Möglichkeit, an einem speziellen Selbstmanagementprogramm zur gezielten Reduktion des Konsums legaler und illegaler Drogen teilzunehmen. Das spezielle Trainingsprogramm trägt dazu bei, die Teilnahmefähigkeit der Betroffenen zu verbessern und wirkt gezielt beim Abbau von Vermittlungshemmnissen im Arbeitsmarkt. Die Pädagogin Ute Przyklenk hierzu: „Bei allen Bemühungen steht für uns stets die Qualifizierung für weiterführende Maßnahmen an oberster Stelle“.
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