Oberhausenerin gewinnt Reise nach Paris mit der Deutschen Bahn

Die Bahn und Lokalkompass.de verlosten eine romantische Reise nach Paris (Foto: Deutsche Bahn)
 
Auf geht's in die Stadt der Liebe. (Foto: Deutsche Bahn)

Pünktlich zum Valentinstag wurde es romantisch: DB Regio NRW und lokalkompass.de suchten die schönsten Kennenlerngeschichten. Wer sein Herzblatt bei einer Zugfahrt durch NRW kennengelernt hat, konnte seine persönliche Liebesgeschichte einreichen. Die Jury der Deutschen Bahn entschied sich für die Geschichte von Lara Czepan aus Oberhausen.

Mit der Bahn kam das große Glück, aber nicht im Zug nach Osnabrück!

"Ich war am 29.Mai 2008 auf dem Weg von der Uni (Bochum) nach Hause und stieg in Duisburg um 17:06 Uhr in die RB33 Richtung Mönchengladbach. Normalerweise waren in diesem Zug mehr als genügend freie Sitzplätze vorhanden, aber da ich sehr schlechte Laune hatte und einfach nur schnell nach Hause wollte,setzte ich mich auf den erstbesten freien Platz gleich neben der Tür.

Mir gegenüber saß schon jemand, den ich lediglich am Rande wahrnahm. Passend zu meinem schlechten Tag war auch noch der Akku von meinem MP3-Player leer und somit konnte ich keine Musik hören. Nach einer Weile bemerkte ich, dass mein Gegenüber mich pausenlos "unauffällig auffällig" aus dem Augenwinkel anschaute und dachte nur: "Was guckt der denn so?" ohne ihn einmal angeschaut zu haben. Als ich dann ebenfalls rüberschaute, traf mich sofort der Blitz. Dort saß ein attraktiver junger Mann in Feuerwehruniform der Berufsfeuerwehr Oberhausen.

Ich hatte mich auf den ersten Blick verliebt! Bei ihm war es genauso, wie sich später herausstellen sollte. Da keiner von uns etwas sagte, schauten wir uns die ganze Fahrt über immer wieder "heimlich" an. Ich trug an diesem Tag eine auffällige Armbanduhr, die über und über mit Swarovskisteinen besetzt war. Als ich mich zum Aussteigen bereit machte, (ich fuhr bis Krefeld Hbf), sagte er etwas zu mir. Vor lauter Aufregung, dass er mit mir sprach, hatte ich nichts verstanden und fragte nach. Er sprach mich auf meine"faszinierende Uhr" an, da er, wie er mir später sagte, nicht wusste, was er zu mir sagen sollte, mich aber ansprechen wollte.

Hoffnung auf ein Wiedersehen

Ich sagte nur: "Aha, die Uhr.", da es für mich die Erklärung dafür war, wieso er die ganze Zeit guckte. Dann stieg ich aus. Auf dem restlichen Nach-hause-Weg und auch dieganzen Tage danach konnte ich nur noch an den netten Feuerwehrmann aus dem Zug denken. Er ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Und auch diese Bemerkung "Ihre Uhr fasziniert mich ja" schwirrte mir nonstop im Kopf rum.

Da ich damals jeden Tag zu einer anderen Zeit nach Hause fuhr, war mir klar, dass ich ihn wenn dann nur Donnerstag wiedersehen könnte, weil er wahrscheinlich täglich zur gleichen Zeit mit der Bahn fuhr. Die ganze Woche über war ich total nervös und freute mich nur auf die Zugfahrt am Donnerstagabend. Ich zog extra die gleiche Uhr an und wartete also nach der Uni am Duisburger Hauptbahnhof auf die RB33. Ich stieg ganz hinten ein und hatte mir vorgenommen, durch den ganzen Zug zu gehen um zu schauen, ob "mein Feuerwehrmann" wieder mitfährt.

Als ich die Tür zum ersten Abteil aufziehen wollte, sah ich ihn bereits dort sitzen. Mein Herz machte einen riesen Sprung! Zuerst traute ich mich doch nicht, aber dann ging ich zu ihm und fragte, ob der Platz bei ihm noch frei sei. Dann saß ich dort, wir beide schauten uns wieder an und keiner wusste was zu sagen. Als der Zug dann losfuhr, kamen wir langsam ins Gespräch, zuerst übers Wetter. In Krefeld stieg ich wieder aus und war total glücklich über unser schönes Gespräch.

Auch Umwege führen mitunter zum Glück

So ging es von da an jeden Donnerstag, ohne dass wir unsere Nummern ausgetauscht hatten oder wussten, wie wir hießen. Die Gespräche wurden mit der Zeit immer lockerer und mein Herz schlug jede Woche höher. Zwei Monate später, am 17.Juli, fuhr ich vorerst zum letzten Mal mit diesem Zug, da die Semesterferien vor der Tür standen. Ich sagte ihm eine Woche vorher, dass ich nur noch einmal mitfahren würde. Er sagte mir im Gegenzug, dass er noch eine Freundin habe, sich aber in mich verliebt hatte. Das war ein Schock!!

Wie sich aber bald herausstellte, steckte er schon mitten in der Trennung. Nummern tauschten wir jedoch immernoch nicht aus, sodass wir weiter auf die Bahn angewiesen waren. Wenn einer von uns sie mal verpasst hätte, hätten wir den anderen nicht informieren können. Und so begleitete mich immer eine Art Ungewissheit, ob er wirklich im Zug sitzen würde oder nicht.

An meinem letzten Unitag nun, bat er mich, mit ihm zusammen bis zur Endstation, MG Hbf zu fahren, was ich auch tat. Erst auf dieser "letzten gemeinsamen" Fahrt tauschten wir dann endlich unsere Nummern aus. Am
Bahnhof in Mönchengladbach folgte dann, kurz bevor mein Zug zurück nach Krefeld eintraf, der langersehnte erste Kuss. Ich bzw. wir waren im siebten Himmel.

Als ich im Zug Richtung Heimat saß, kam schnell die erste SMS. Seit diesem Tag sind wir ein Paar und wohnen heute gemeinsam in Oberhausen. Wer weiß, ob wir uns außerhalb der Bahn jemals über den Weg gelaufen wären?! Jedenfalls erinnern wir uns beide gern an diese Begegnung im Zug zurück und fahren auch heute noch gerne zusammen mit der Bahn."

Lara Czepan, Oberhausen
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