Aufmarsch der Bäume

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53 hohe Bäume säumen den Weg bis zum Kennedyplatz. Fotos: Hubernagel

Die "Tree Parade" war an diesem Wochenende in der City zu sehen. 53 Bäume brachten ein bisschen Waldgefühl in die Innenstadt zwischen Rathaus Galerie und Kennedyplatz.

Acer Platanoides, Corylus Colurna, Liriodendron Tulipifera. 12 verschiedene Baumsorten, darunter Spitz-Ahorn, Baum-Hasel und Tulpenbaum, luden am vergangenen Wochenende zum Alleespaziergang ein. Manche klein, andere ausgewachsen und sieben Meter hoch – bis vor kurzem waren die Bäume noch unter vielen anderen auf der Internationalen Planzenmesse (IPM Essen) zu finden. Drei Baumschulen setzten sich für die Baumprozession ein, die am Donnerstag eröffnet wurde: Die Lorenz von Ehren GmbH & Co. KG aus Hamburg, die Hans Reinke Baumschulen aus Rellingen und die Wilhelm Ley GmbH & Co. KG aus Meckenheim sorgten dafür, dass Natur auch in der Essener City präsent ist.
Schon seit 2011 existiert das Konzept der "Tree Parade", damals erstmalig von Landschaftsarchitekt Andreas Kipar mit großem öffentlichen Echo in Mailand und Rom veranstaltet. In Italien wurden die Bäume nach der Schau versteigert.
Doch wohin wandern die Bäume in Essen? Zu verschiedenen Orten im Stadtgebiet, lautet die Antwort, die Matthias Sinn, Leiter des Umweltamtes und Projektteamleiter der Grünen Hauptstadt Europas, gibt. Gut ein Drittel der noch eingepackten Bäume wird ab dieser Woche auf der Margarethenhöhe eingepflanzt werden. Wie Michael Flachmann von der Margarethe Krupp-Stiftung beleuchtet, wurde die Gartenstadt Margarethenhöhe vor 110 Jahren gegründet. Ein Teil der Bäume wird nun im denkmalgeschützten Bereich gepflanzt, "so wird genau wie die Entwicklung des Architekturdenkmals auch die landschaftsgärtnerische Bedeutung weiter unterstützt", freut sich der Bauingenieur.
Doch auch weniger beschauliche Stadtteile sollen von der "Tree Parade" profitieren. So werden auf der Bonnekamphöhe in Katernberg Felsenbirnen und Säulen-Eichen Baumtore bilden und zudem auf einem eigens angelegten Naschpfad vorbeigehenden Kindern Früchte spenden.

Bäume wandern in vier Stadtteile

Der Allbau wird gleich drei Stadtteile mit Bäumen verschönern: auf dem Krayer Isingplatz, der Dilldorfer Höhe in Kupferdreh und der Ackerstraße in Gerschede wird ebenfalls Grünes gepflanzt.
Guter Hoffnung, dass alle Bäume den Umzug in neue Erde überleben, ist Matthias Sinn. "Wir haben Glück mit dem Wetter", so der Umweltamt-Chef, denn die milden Temperaturen würden das Einpflanzen erleichtern.
Einpflanzen diese Woche, Blühen im Frühling – Früchte tragen werden die Bäume hoffentlich in diesem Sommer.
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