Bewusstsein für den Genuss

Anzeige
Die Unterstützer und Beteiligten (Uwe Loch - Projektleiter Grüne Hauptstadt Europa; Gabriele Seifert - "Schule Natur"; Dodo Schulz - Exile Kulturkoordination e.V.; Jürgen Sokoll - Eine Welt Netz e.V.; Alex Kunkel - Röster; Wilson Budde-Iser - Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW) (v.l.) stellen die Neugestaltung des KaffeeGartenRuhr vor. Foto: Wieczorek
Essen: KaffeeGartenRuhr |

In der Mustergartenanlage des Gruga Parks wurde der KaffeeGartenRuhr neugestaltet und um die Themenfelder Baumwolle, Zucker und Kakao erweitert. Doch weiterhin steht Kaffee als globales Genussmittel im Fokus.

Jeder trinkt gerne eine Tasse Kaffee oder Kakao, isst dazu einen leckeren Kuchen und trägt seine neue Jeans. Doch wie und wo werden diese Güter produziert und unter welchen Umständen? Was macht guten Kaffee eigentlich aus? Zum Ereignis der Grünen Hauptstadt Europa – Essen 2017 hat der KaffeeGartenRuhr sein Repertoire um die Themenfelder Baumwolle, Zucker und Kakao erweitert. In der Mustergartenanlage der Gruga ist das Kaffeehaus bereits seit 2009 zu finden. „Dem Publikum der Grünen Hauptstadt soll ins Bewusstsein gebracht werden, dass das Grün, in dem wir leben, nicht an den Grenzen der Stadt aufhört“, erzählt Dodo Schulz Geschäftsführerin der Exile Kulturkoordination e.V.. Dabei wurde vor allem darauf geachtet, dass Produkte gewählt worden sind, die auf dem Weltmarkt gehandelt werden. Denn nur die Wenigsten denken darüber nach, welchen Weg ein Produkt hinter sich hat, bevor dieses im Ladenregal zu finden ist.

Ein globaler Lernort

Der KaffeeGarten möchte durch neue Infostellen und Workshops für Schulen als ein globaler Lernort dienen. Dafür arbeitet die „Schule Natur“ mit dem KaffeeGarten eng zusammen. „Der KaffeeGarten im Zusammenhang mit dem Gruga Park bietet einen spannenden außerschulischen Lernort an. So werden alle Altersgruppen angesprochen“, meint Gabriele Seifert von der „Schule Natur“. Durch die vier Kaffeebäume können die Besucher den Weg von der Kaffeekirsche bis hin zur Kaffeeröstung genau nachvollziehen. Dabei unterstützt der Kaffeeröster Alex Kunkel die Besucher mit seinem großen Wissen über die Kaffeebohne.
Zudem wird über den fairen Handel und die unterschiedlichen Produktionsweisen aufgeklärt. „Wir müssen die Menschen mitnehmen und nicht mit erhobenen Zeigefinger sagen, was diese alles nicht tun sollen. Es muss ein Bewusstsein geschaffen werden für den eigenen Konsum“, erklärt Uwe Loch Projektkoordinator Grüne Hauptstadt Europa – Essen 2017 und Unterstützer des Projekts. Der KaffeeGarten kann am Wochenende zwischen April und Oktober besucht werden. Wer möchte, kann gegen eine individuelle Spende einen Kaffee trinken und sich über die verschiedenen Produkte informieren. Weiterhin wird das Projekt durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW bis Ende 2018 mit 96.000 Euro unterstützt. „Wir sind noch lange nicht am Ende mit unseren Ideen“, freut sich Dodo Schulz.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.