Gärtnern mit Leidenschaft

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Wer in Bergerhausen durch die Straßen läuft, der kann ein Haus nicht verfehlen. Denn in Mona Schmidts Vorgarten grünt und blüht es, dass es eine wahre Freude ist. Mit der Vorstellung ihres Gartens endet die diesjährige Gartenmeisterschaft von SÜD ANZEIGER und Hellweg Bau- und Gartenmarkt, Frankenstraße 58.

Es ist ein schöner Herbsttag, als wir Mona Schmidt besuchen und so leuchten die prachtvollen Blüten im Vorgarten im Schein der Sonne, die sich nach Tagen voll Nebel ihren Weg durch die Wolken gebahnt hat, ganz besonders schön.
Man sieht direkt beim Betrachten des Vorgartens: Hier steckt viel Liebe im Detail. Schmidt erklärt: „Wenn man die Hausnummer von mir vergessen hat, orientieren sich die Besucher an meinem Vorgarten und finden so immer zu mir. Durch die vielen Blumen ist er eben ein Hingucker.“ Schnell war für Schmidt klar, dass sie bei der Gartenmeisterschaft unbedingt mitmachen muss. Bereits seit 50 Jahren hat die Bergerhauserin ihre Liebe zur Gartenarbeit entdeckt und geht darin auf. „Ich liebe die Natur und jedes Lebewesen“, so Mona Schmidt, „selbst die kleinsten Spinnen bringe ich noch nach draußen, denn alles hat ein Recht auf Leben.“

Alles hat ein Recht auf Leben


Nicht nur ihr Vorgarten ist prachtvoll gepflanzt. Im Haus stehen auf einer breiten Fensterbank riesengroße Orchideen in voller Blüte. „Orchideen sind eine meiner Lieblingsblumen.“ Und auch herbstliche Deko ist schon zu finden. Ebenso wie Lavendelblüten. „Die habe ich draußen gesammelt. Nach dem Trocknen fülle ich sie um in Säckchen.“ Denn jeder weiß: Lavendel hält die Motten fern und duftet dazu auch noch gut.
Auch auf Schmidts Balkon erwarten den Besucher verschiedenste Pflanzen, unter ihnen vor allem Zierrosen. „Rosen sind meine Lieblingsblumen. Sie sind so schön anzusehen. Auch wenn man sich an den Dornen so schnell pieksen kann.“
In diesem Jahr bildete sich an der einen Balkonwand sogar ein ganzes Meer von Rosen und Blüten (siehe Foto). „Es war eine reine Augenweide“, erzählt Schmidt.
Bereits seit 20 Jahren erntet sie auf dem Balkon Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini und Erdbeeren. Zwei Kräuterkästen vervollständigen die Vielfalt, ebenso wie die Himbeeren, inzwischen auch Herbst-Himbeeren, und Weintrauben im Garten.
Mit Vorgarten, Garten und Balkon hat sie alle Hände voll zu tun. „Jeden Tag bin ich mindestens 30 Minuten damit beschäftigt“, so die Hobbygärtnerin. Dann werden welke Blätter und Triebe entfernt, bei Bedarf etwas zurückgeschnitten, oder auch einfach nur die Topfpflanzen gewässert. „Das dauert auch seine Zeit bis ich hier im Haus damit durch bin“, gibt Schmidt zu. Aber sie lacht dabei und sieht sehr glücklich aus. „Gartenarbeit das gibt mir so viel! Ich bin jeden Tag mindestens einmal draußen. Ich brauche das, sonst bin ich unglücklich.“
Auch wenn das natürlich viel Arbeit und Pflege bedeutet. Manchmal plagt Schmidt der Rücken „dann muss der Garten eben warten.“ Generell pflanzt sie alle Blumen für sich und die Tiere. „Das mag sich komisch anhören auch im Bezug auf meinem Vorgarten. Aber ich möchte mich an dem Anblick erfreuen. Ich mache das nicht für andere Leute.“
Trotzdem freut sie sich wenn Passanten sie auf ihren prachtvollen Garten ansprechen. Wenn dann auch noch die Bienen und Hummeln zu Hauf kommen, ist Schmidt hocherfreut. „Genau dafür habe ich die Blumen gepflanzt. Sie sind schön anzusehen und ich habe etwas für die Natur getan.“ Deswegen gibt es auch das Vogelfutter auf dem Balkon.
Schmidt ist so kreativ, dass sie die Dinge aus ihrem Garten als Dekorationsgrundlagen nimmt. „Ich binde Sträuße, mache Gestecke. Auch für eine Hochzeit habe ich schon mal den Brautstrauß gebunden und die Kutsche mit Blumen geschmückt.“
Vielleicht ist diese Kreativität in der Gestaltung der Bepflanzung oder der Gestecke, ein Ausgleich zu ihrer eher tristen Büroarbeit von früher.

Seit 50 Jahren Liebe zum Gärtnern


Schmidt ist sich sicher: „Pflanzen heutzutage kosten so wenig, und geben aber so viel.“ Über jede Blüte freut sich die Hobbygärtnerin. „Ich schöpfe aus der Natur meine Kraft, die mich schon trotz so manchem Schicksalsschlag positiv nach vorne blicken gelassen hat.“ Im Blüten- und Pflanzenmeer fühlen sich auch Rotkehlchen und Buchfinken heimisch. „Die Vögel werden so zahm, man glaubt es gar nicht.“ Einmal hat die Bewohnerin auch eine Kohlmeise per Hand aufgezogen. Diese kam sieben Jahre in Folge immer wieder zurück und hat sich Futter geholt oder ihre Kleinen mitgebracht.
Ihre Pflanzenpracht und die Natur hält die Hobbygärtnerin auf Fotos fest. Denn ihre zweite Leidenschaft ist die Fotografie. Viele Ausstellungen hat Schmidt schon gemacht, auch Tischsets und Karten entworfen.
Wenn Schmidt lange genug drinnen war, dann zieht es sie wieder raus auf Balkon oder in den Garten. Dort gibt es immer etwas zu tun... Fotos: Markus Decker
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