Junggärtner-Wettstreit: Die Umwelt gestalten

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Auszubildende im 2. Lehrjahr traten beim 30. Junggärtner-Wettbewerb zum Ortsentscheid im Grugapark gegeneinander an. (Foto: Debus-Gohl)
Grüne Daumen im Wettstreit: Wer ist der beste Junggärtner Essens?

Am vergangenen Donnerstag traten knapp 100 Junggärtner im Berufswettstreit gegeneinander an, um diese Frage zu klären. Die Sieger qualifizierten sich für den im Sommer stattfindenden Landesentscheid.

Text von Philipp Steinbrink

Zehn Stationen mussten die Essener Berufsschüler bei der 30. Auflage des Berufswettbewerbs absolvieren. In Dreiergruppen ging es für die Gartenlandschaftsbauer und Friedhofsgärtner über das Areal der Gruga-Ausbildungsstätten.
Die Azubis, die eigentlich im Alexander-von-Humboldt-Haus unterrichtet werden, durften für den Fachwettkampf das angrenzende Bildungszentrum Gartenbau und die Mustergartenanlage benutzen.
„Die Lage ist ein absoluter Wettbewerbsvorteil für unsere Schule“, erklärte Norbert Wintjes, Schulleiter des Berufskollegs Ost, mit Blick auf die Ausbildungsmöglichkeiten in der nahen Gruga. Während die Gruppen von Azubis, die sich gerade im zweiten Lehrjahr befinden, sich den verschiedenen Aufgaben annahmen, hob Wintjes die lokale Bedeutung des Berufswettstreits hervor: „Das sind im Endeffekt die Leute, die Essen Grün machen.“

Die Leute, die Essen grün machen

Genau denen fühlte der Wettstreit am Donnerstag auf den Zahn. „Ziel des Wettbewerbs ist es, einen Einblick in die anderen Fachrichtungen zu bekommen“, sagt Klaus Koller, Organisator des Berufswettbewerbs und Lehrer am Berufskolleg Ost. Die Gartenlandschaftsbauer mussten sich den Aufgaben der Fachrichtung Zierpflanzenbau stellen und den Juroren ansprechende Gewächskombinationen präsentieren. Die angehenden Friedhofsgärtner mussten Baumumfänge abschätzen.
Beim Gang über das Prüfungsgelände erklärt Organisator Koller: „Beim Gartenlandschaftsbau geht es auch um die Gestaltung der Umwelt und deren Schutz, beispielsweise mit Renaturierungsmaßnahmen.“ Der Berufswettbewerb der Junggärtner trägt dem Anforderungsprofil mit abwechslungsreicher Aufgaben Rechnung.
Bei dem Ortsentscheid des Berufswettbewerbs war auch der Spaß vorrangig. Eine Station forderte die Fingerfertigkeit und die Teamorganisation der Nachwuchsgärtner: Bewaffnet mit einem kleinen Multitool, sollte eine demontierte Rosenschere in unter drei Minuten zusammengesetzt werden. Bei der Station „Garten mal anders“ wurde die Märchenfestigkeit der Teilnehmer getestet.
Bekannte und weniger bekannte Märchen sollten mit einer Auswahl an Pflanzen in Verbindung gebracht werden. Was bei Dornrösschen noch recht einfach war, wurde zusehends schwerer. Oder hätten Sie den Buchweizen mit dem Märchen „Der Hase und der Igel“ aus der Feder der Gebrüder Grimm in Verbindung bringen können? Natürlich musste der lateinische Gattungsname ebenfalls genannt werden.
„Das war nicht einfach“, gab die angehende Gartenlandschaftsgärtnerin Michelle Annanias zu. Die junge Auszubildende und ihr Team hatten an den restlichen Stationen keine Probleme. Den Gesamtsieg erkämpften sich Christian Buchwald, Niklas Tepper und Sebastian Sutthoff. Für jeden der Gewinner gab es eine Rosenschere und Fachliteratur.

Sieger qualifizieren sich für den Landesentscheid

Die Erst- und Zweitplatzierten haben sich für den Landeswettkampf qualifiziert, der am 17. Juni in der Gruga ausgetragen wird. Danach geht es für den Sieger zum Bundesentscheid nach Berlin. Organisator Klaus Koller, zog ein positives Resümee der Veranstaltung, freute sich über die Teilnahme und die Unterstützung der Betriebe und steckt bereits in der Planung zum Landesentscheid.
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