Rhabarber statt Rosen

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„Essbare KiTa“ bedeutet, Verantwortung für Pflanzen, Tiere und den eigenen Körper zu erlernen. Die kleinen Gärtner sind mit Feuereifer bei der Sache. Foto: Kinderstiftung Essen
Kita-Kinder erproben die Idee der "essbaren Stadt"

Ein Erdbeerfeld zum Selbstpflücken im Stadtgarten, sprießende Erbsen im Grugapark und Streuobstwiesen an der Ruhr: So könnte sie aussehen, die "essbare Stadt" Essen. In den Beeten wachsen Tomatenstauden statt Tulpen und Rhabarber anstelle von Rosen. Ernten dürfen alle.

Noch ist es Zukunftsmusik, doch allein vom Namen her passt das Konzept "Essbare Stadt" zu keiner anderen Stadt Deutschlands so gut wie zur Ruhrmetropole. Im Rahmen von "Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017" zeigen die jüngsten Stadtbewohner, wie man öffentliches Grün gemeinschaftlich nutzbar macht. "Essbare KiTa" heißt das von der Grünen Hauptstadt geförderte und von der Kinderstiftung Essen unterstützte Projekt. Mit Schüppe und Harke, Fantasie und Energie verwandeln rund 1.000 Kinder und ihre pädagogischen Fachkräfte 18 Kindergärten in grüne Oasen. Sie legen Hochbeete für Gemüse und Kräuter an, pflanzen Obstbäume und Insektenhotels.
Die Idee dazu ist aus der gemeinsamen Initiative "Fünf am Tag - machen Kinder stark" von Kinderstiftung Essen und Jugendamt erwachsen; die Projektleitung "Essbare KiTa" liegt bei Elke Remiorsch, Expertin für Ernährungsbildung für Kinder und Erwachsene. Sie begleitet das erfolgreiche Modellprojekt schon seit vielen Jahren. Bei "Fünf am Tag - machen Kinder stark" geht es nicht nur darum, von klein auf Obst und Gemüse kennen- und liebenzulernen, sondern den Kreislauf der Natur mit allen Sinnen ganzheitlich zu erleben und zu begreifen: Wer selbst sät, gießt und erntet, weiß den Wert von Lebensmitteln besser zu schätzen. Diesen Gedanken hat Elke Remiorsch fortgeführt, um daraus das Konzept für das Grüne Hauptstadt-Projekt "Essbare KiTa" zu entwickeln. Sie unterstützt die Kita-Leitungen dabei, Aktivitäten rund ums Pflanzen und Ernten in die pädagogische Arbeit zu integrieren. In enger Zusammenarbeit und mit fachlicher sowie finanzieller Unterstützung der Kinderstiftung Essen entstehen nachhaltige Ideen für eine grünere Stadt und ein gesünderes Aufwachsen von Kindern in Essen. Sobald der Winter dem Frühling weicht, geht es raus in den (Kinder-)Garten zum gemeinsamen Buddeln und Pflanzen, Riechen und Schmecken.
So fördern interessierte Bürgerinnen und Bürger das Projekt "Fünf am Tag - machen Kinder stark": Jeder Euro zählt und kommt zu 100 Prozent Kindern in Essen zugute.
Bankverbindung: National-Bank AG, IBAN: DE74 3602 0030 0002 2620 10, BIC: NBAGDE3E. Projekt bezogene Spenden sollten mit dem Verwendungszweck "Fünf am Tag - machen Kinder stark" gekennzeichnet werden. Direktspende unter www.gut-fuer-essen.de, Projekt "Essbare KiTa".

Projekthintergrund

Die Kinderstiftung Essen und deren Gründer engagieren sich seit 1984 für die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien. Ihr Ziel ist es, eine kindgerechte Großstadt zu schaffen und Kindern nachhaltige Zukunftsperspektiven zu geben. Die Kinderstiftung pflegt dazu eine enge Kooperation mit dem Kinder- und Familienbüro der Stadt Essen. Die Kinderstiftung Essen ist zudem Partner von "Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017".
Die "Essbare KiTa" ist Teilprojekt des Programms und Förderprojekt von "Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017".
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