Baustelle macht Müllentsorgung anstrengend

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Zwischen Mülltonne und Fahrbahn liegt die Sperrung. Deshalb müssen viele Anwohner derzeit längere Wege zu Extra-Sammelbehältern zurücklegen. Das empfinden manche als zu schwierig.

Nicht nur Staus bringt die aktuelle Großbaustelle Hausacker-/Kaulbachstraße mit sich, sondern auch andere Unannehmlichkeiten, etwa die Müllabfuhr betreffend.

Wegen der Umleitung leeren die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) die Mülltonnen auf der gesperrten Straßenseite nicht. Dr. Volker Termath moniert in seinem Beitrag in unserer Nachrichten-Community Lokalkompass.de: "Zwar wurden punktuell einige Sammelbehälter aufgestellt, diese sind jedoch für ältere oder gehandicapte Mitbewohner nur schwer zu erreichen."

Besondere Sammelbehälter für manche nur schwer erreichbar

Bettina Hellenkamp kennt als Sprecherin der Entsorgungsbetriebe Essen das generelle Problem: "Wir erleiden solche Baustellen genauso wie die Bürger." Und man werde quasi dafür verantwortlich gemacht. Können - wie derzeit in Holsterhausen - Häuser bzw. Tonnen gar nicht mehr erreicht werden, hielten manche Anwohner den EBE- Mitarbeitern genau jene Zustände vor, obwohl die sie nicht beeinflussen.
Denn die Planung von Baustellen liege nicht bei den Entsorgungsbetrieben, sondern bei der Stadt bzw. einer Baufirma. Diese müssten eigentlich dafür Sorge tragen, dass eine Entsorgung auch während der Baumaßnahme möglich sei. Sie gehöre schließlich, so Bettina Hellenkamp, "zur öffentlichen Daseinsvorsorge und dem geordneten Leben".
Manchmal aber sei die Zufahrt leider doch nicht gewährleistet - eine Situation, die sich momentan an der Kaulbachstraße ergibt. Dann stelle die EBE ersatzweise große Sammelbehälter auf, welche die Anwohner in der Zeit nutzen könnten. Vorab seien die Bürger durch Aufkleber informiert worden, die das Amt für Straßen und Verkehr an allen Haustüren in dem betroffenen Bereich angebracht habe. Die EBE ihrerseits habe Handzettel in die Briefkästen geworfen.

EBE: "Planung liegt bei Stadt und Baufirma"

Die EBE-Sprecherin sieht zwar die Möglichkeit, dass der Transport des Müll zu den Sonderbehältern manchem schwer falle, betont aber, dass "man eigenständig lebenden Menschen nicht nur die Organisation ihres Einkaufes, sondern auch die Organisation der Entsorgung zutrauen" könne. Schließlich müsse ja niemand seine Tonne selber irgendwohin schieben.
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