Bundestagsmandat auf Probe: Der Essener Felix Paul bei „Jugend und Parlament“

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Matthias Hauer MdB und Felix Paul tauschen sich bei „Jugend und Parlament“ im Bundestag aus.

Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet nehmen vom 4. bis 7. Juni am Planspiel „Jugend und Parlament“ im Deutschen Bundestag teil – darunter auch der 20-jährige Essener Felix Paul. Matthias Hauer MdB hatte den Studenten aus Kray für das Programm nominiert. In den vier Tagen schlüpfen die 315 Teilnehmer in die Rolle fiktiver Bundestagsabgeordneter und stellen die Arbeit des Parlaments nach.

Um 6.20 Uhr Frühstück, um 9 Uhr Landesgruppensitzung, danach Fraktionssitzung, später ein Pressegespräch: Für Felix Paul jagt seit Tagen ein Termin den nächsten, für den Berliner Sommer hat er keine Zeit. „Es ist wirklich sehr spannend“, berichtet der 20-Jährige über „Jugend und Parlament“, „aber anstrengend ist es auch.“

Jeder der 315 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlüpft in die Rolle eines fiktiven Bundestagsabgeordneten. Felix Paul, der sich in Essen in der CDU und in der Jungen Union engagiert, landet in der sozialdemokratischen Fraktion und kommt plötzlich aus Bayern. Im Umweltausschuss verhandelt er aktuell ein neues Tierschutzgesetz. „Ich muss jetzt Positionen vertreten, denen ich sonst nicht so nahe stehe“, erzählt Felix Paul, der auch zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde.

Parlamentarische Abläufe live erleben

Ziel des Programms „Jugend und Parlament“ ist es, Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren die Arbeit der Bundestagsabgeordneten näher zu bringen. Sie üben sich im Debattieren und versuchen, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu erzielen. Das Planspiel soll die Arbeitsweise des Parlaments vermitteln und findet jedes Jahr im Juni an den Originalschauplätzen im Deutschen Bundestag statt.

„Ich finde es sehr gut, wenn junge Menschen sich politisch engagieren und die parlamentarischen Abläufe kennenlernen“, sagt dazu Matthias Hauer, der den Bauingenieur-Studenten für das Programm nominiert hat. „Dazu gehört auch, politische Forderungen zu formulieren und sich mit anderen Positionen auseinanderzusetzen, um eine gemeinsame Lösung zu finden – das kann schon eine Herausforderung sein.“

Diese Erfahrung kann Felix Paul bestätigen: „Man sieht sonst im Fernsehen nur, wie im Plenum politische Entscheidungen getroffen werden. Aber wie viel Arbeit und wie viele Verhandlungen diesen Entscheidungen vorangegangen sind und wie viel Überzeugungskraft man dafür braucht – das hat mich doch sehr beeindruckt.“

Abschluss: Debatte vor vollen Zuschauertribünen

Höhepunkt des viertägigen Programms ist die abschließende Debatte im Plenum: Vor voll besetzen Besuchertribünen streiten die Jugendlichen über die ausgearbeiteten Gesetzesvorlagen. Neben dem Tierschutzgesetz beraten sie auch Entwürfe zur Festschreibung von Deutsch als Landessprache im Grundgesetz, zur Einführung bundesweiter Volksabstimmungen sowie zur Ausweitung der Beteiligung deutscher Streitkräfte an einer EU-geführten Militäroperation im fiktiven Staat Sahelien. Die Bundestags-Vizepräsidenten leiten die Debatte.

Nach dem viertägigen Programm fährt Felix Paul zurück nach Essen, schon einen Tag später geht es weiter mit Vorlesungen an der Universität Duisburg-Essen. „“Jugend und Parlament“ war eine tolle Erfahrung. Ich habe viel gelernt und bleibe sicherlich mit einigen anderen Teilnehmern in Kontakt“, sagt der 20-Jährige. „Jetzt freue ich mich wieder auf die politische Arbeit vor Ort in Essen.“
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