"Das könnte ich so nicht"

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War beeindruckt von der hohen Motivation der der Jugendlichen und Mitarbeiter: SPD-Kandidat Martin Schulz. Fotos: Debus-Gohl

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz zu Gast bei der Jugendberufshilfe Essen

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz besuchte kürzlich die Werkstätten der Jugendberufshilfe Essen (JBH) in der Zentrale an der Schürmannstraße. Auf einem Rundgang durch die verschiedenen Gewerke ließ er sich von Auszubildenden und Teilnehmern einen Einblick in ihren Arbeitsalltag geben – und war angetan:

„Die hohe Motivation der Jugendlichen und Mitarbeiter, die Qualität der Ausbildung, die sich auch an den Ausbildungsergebnissen zeigt – und die spürbar gute Atmosphäre haben mir sehr gefallen.“ Nach der Besichtigung der Arbeitsplätze genoss Schulz noch ein gemeinsames Mittagessen mit einigen Jugendlichen in der Betriebskantine „Prinz Ludwig“.
Dass Martin Schulz seine Geschirrtücher akkurat falten kann, beweist der gut aufgelegte Kandidat in der Hauswirtschaft, „meine Frau zwingt mich dazu.“ Bei den Malern und Lackierern sieht das schon anders aus. Wie die Auszubildenden eine schräge Decke zu tapezieren, „das könnte ich so nicht.“ Auch bei den Lageristen nimmt sich Schulz die Zeit für Gespräche mit den Jugendlichen und bekommt ein Rot-Weiss-Essen-Trikot mit seinem Namen und der Nummer 10 überreicht. Ein Präsent aus dem Alltag der Auszubildenden, denn das Lager der Jugendberufshilfe kommissioniert im Rahmen der "Essener Chancen" die Ware für die Fanshops des Traditionsvereins. Auch auf ein Quiz lässt er sich ein: Kennt Martin Schulz alle Hauptsstädte der Bundesländer? Am Ende schafft er ziemlich souverän, aber laut denkend, alle 16.
Weiter geht’s zur Tischlerei, in der Schulz das neue von Hand gefertigte Wasserrad für den Deilbachhammer bewundert, das die Tischler für das RuhrMuseum erstellt haben. Bei den Metallbauern wird gemeinsam gefeilt und gefachsimpelt, bevor es zum gemeinsamen Essen in die Kantine „Prinz Ludwig“ geht. Einen Eindruck von der frischen Zubereitung des eigenen Mittagessens hatte sich Schulz zu Beginn des Rundgangs in der Großküche gemacht.
Jugendberufshilfe-Geschäftsführer Jochen Drewitz war mit dem Besuch zufrieden: „Für uns war wichtig, dass unsere jungen Teilnehmer und Auszubildenden im Vordergrund stehen, das ist während des ganzen Besuchs der Fall gewesen.“
Vor dem Hintergrund schwieriger Situationen in seiner eigenen Jugend, vermittelte Martin Schulz persönliches Interesse an den Werdegängen der Jugendlichen: „Ich hätte auch ohne weiteres meine Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung machen können, habe mich dann aber für den Buchhändler entschieden.“
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