Einstieg der STEAG ins Braunkohlegeschäft falsch: STEAG sollte sich stärker als regionaler Energieerzeuger aufstellen

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Essen: RVR |

Die Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) hält nichts von den Überlegungen bei der STEAG, sich gemeinsam mit dem Finanzinvestor Macquarie die ostdeutschen Braunkohleaktivitäten des Energieversorgers Vattenfall zu übernehmen.

Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR: "Bei der Übernahme der Steag vor vier Jahren durch die Stadtwerke der sechs Ruhrgebietskommunen gab es klare Absprachen und Vorgaben der Räte zu den Zielen der Geschäftsentwicklung. Im Vordergrund standen die Stärkung der regionalen Energieerzeugung und der Umbau des Unternehmens in Richtung erneuerbarer Energien. Damit hat eine mögliche Übernahme der Braunkohle-Aktivitäten von Vattenfall rein gar nichts zu tun. Die Lausitz ist nicht gerade im regionalen Einzugsbereich des Ruhrgebietes und die Stromerzeugung aus Braunkohle ist die für die Klimaentwicklung schädlichste Möglichkeit zur Energiegewinnung. Für diese "Rückwärtsrolle" in der Geschäftsstrategie der STEAG kann es keine Zustimmung geben!"

In Brandenburg werden seit Jahren Ausstiegsszenarien aus der Braunkohle diskutiert, so dass es aus Sicht der Fraktion DIE LINKE im RVR auch fraglich ist, ob eine Übernahme der Braunkohleförderung und einiger Kohlekraftwerke überhaupt wirtschaftlich sinnvoll.

Utz Kowalewski, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im RVR und Mitglied des Aufsichtsrates der Stadtwerke Dortmund weiter: "Die Ruhrgebietskommunen sind dabei, über vielfältige Aktivitäten den Weg des Ruhrgebietes als Region der erneuerbaren Energien zu stärken. Dazu passt der angedachte "Zukauf" nicht. Im Übrigen bin ich erstaunt darüber, über die Überlegungen aus der Presse zu erfahren. Es ist höchste Zeit, dass die Räte der sechs Ruhrgebietskommunen besser und direkt über die Entwicklung des Unternehmens informiert werden. Gerade an so grundlegenden Weichenstellungen müssen die Räte beteiligt werden."
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