Gemarkenstraße: Initiative und Engagement gefragt

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Dass mit Optik Bessel ein weiteres Traditionsgeschäft der Gemarkenstraße den Rücken kehrt, ist aus Sicht der CDU Holsterhausen ein erneutes alarmierendes Zeichen für die Zukunft der Haupteinkaufsstraße Holsterhausens. Jürgen Bessel, Inhaber der Optik Bessel, hatte unter anderem eine Mieterhöhung für seinen Fortgang verantwortlich gemacht. „Unabhängig davon, wie der konkrete Fall gelagert ist, den ich nicht beurteilen kann, muss man leider insgesamt festhalten, dass manche Immobilienbesitzer in den Stadtteilen eine kurzsichtige Strategie verfolgen“, so der Vorsitzende der Holsterhauser Christdemokraten, Ratsherr Andreas Kalipke. „Für den Moment mögen sich eine Mieterhöhung oder ein sehr langfristiger Mietvertrag ja durchaus lohnen, langfristig wird so durch den Weggang von alteingesessenen Geschäften und den Zuzug von Filialisten und Billiganbietern jedoch der Branchenmix zerstört“, so Kalipke weiter. Dies könne nicht ohne Auswirkung auf die Attraktivität einer Einkaufsstraße bleiben. Langfristig sinkende Mieten und Leerstände seien mögliche Folgen. Letzteres sei ja auch auf der Gemarkenstraße offensichtlich. „Es handelt sich dabei um einen sich selbst verstärkenden Prozess, bei dem irgendwann der Point-of-no-return erreicht sein kann“, so Christdemokrat Kalipke. Die Entwicklung werde zudem durch ein verändertes Kaufverhalten der Menschen verstärkt, die zunehmend die Einkaufszentren in den Außenbezirken aufsuchten. „Auf der Gemarkenstraße hat diese Entwicklung schon vor vielen Jahren ihren Anfang genommen, als von einer Neunutzung am Holsterhauser Platz noch gar keine Rede war. Selbst wenn dort eine Rasenfläche statt einer Mischnutzung aus Wohnen, Einkaufen, Büro und Grün eingerichtet würde, stünde die Gemarkenstraße heute kaum besser da“, ist Kalipke überzeugt. Die Reihe der in den vergangenen zwanzig Jahren fortgezogenen Geschäfte sei lang. „Allerdings kommt es durch den Komplex am Holsterhauser Platz zu einer Konkurrenzsituation, der die Gemarkenstraße dadurch begegnen muss, dass sie ihre Anziehungskraft steigert“, so Kalipke. Nur eine vereinte Anstrengung aller Gewerbetreibenden vor Ort könne die Situation verbessern. „Die Politik muss zudem dafür sorgen, dass der Holsterhauser Platz städtebaulich an die Gemarkenstraße angebunden wird und kein Solitär bleibt, wie es die CDU von Anfang an gefordert hat.“ Eine Optische Lenkung und eine vernünftige Beschilderung sollten dabei eine Rolle spielen. „Hier erwarte ich von der Verwaltung konstruktive Vorschläge. Einen entsprechenden Antrag wird die CDU in der Bezirksvertretung III einbringen.“
Dabei könne ein neuer Komplex am Holsterhauser Platz sogar hilfreich sein, wenn er Käufer an Holsterhausen binde. Kalipke: „Ich appelliere daher an alle Akteure vor Ort, konstruktiv die Herausforderungen anzugehen. Moderate Mieten, gemeinsame Werbung, Vermarktung von Leerständen und Veranstaltungen können Mittel sein, die Gemarkenstraße attraktiv zu halten und auf Wachstumskurs zu bringen.“ Ansätze hierzu seien zu erkennen, müssten aber verstärkt und ausgebaut werden.
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