"Gute Bildung von Anfang an" - Kinderbetreuung in Holsterhausen

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Jugendamtsleiterin Annette Berg musste viele Fragen des sehr interessierten Publikums beantworten.
Bei der bürgeröffentlichen Mitgliederversammlung am 11. Juni 2015 der SPD Holsterhausen referierten die Essener Jugendamtsleiterin Annette Berg und der Leiter des Kinder- und Familienbüros der Stadt Essen, Jürgen Schroer, über Kinderbetreuung in Essen sowie deren quantitativen und qualitativen Ausbaubedarfe mit dem besonderen Blick auf Holsterhausen.

In Holsterhausen und Essen insgesamt sind die Ausbaupläne zwar schon gut vorangeschritten; insbesondere Holsterhausen hat aber noch Bedarf, der gedeckt werden muss. Mittlerweile liegt die Versorgungsquote für U-3 Plätze bei 38 Prozent (gemessen an den Werten von 2012 also bereits 12 Prozent höher), das Ziel sei aber ein Ausbau über 40 Prozent. Einen wesentlichen Beitrag zur Bedarfsdeckung wird das Neubauprojekt Cranachhöfe auf dem Gelände des ehemaligen Berufskollegs durch die Eröffnung einer neuen Kita leisten. 80 Prozent, der dort geschaffenen Plätze, sollen für Kinder aus Holsterhausen vorgehalten werden. Allerdings wird das Projekt auch erst frühestens zum KitaJahr 2017/2018 realisiert werden können.

Auch zum Thema Kinderarmut wurde auf der Versammlung diskutiert. Auf dem Ranking der Stadtteile befand sich Holsterhausen seinerzeit gemäß einer Erhebung auf Platz 13. Ein Konzept zur Bekämpfung der Kinderarmut wurde bereits 2011 beschlossen und schreitet mit einem Aktionsplan mit Maßnahmen insbesondere für 6 Stadtteile, die am meisten von Kinderarmut betroffen sind, voran. Weitere Stadtteile wie z.B. Holsterhausen sind in diesem Konzept auch angesprochen und profitieren ebenfalls von Maßnahmen. Darunter zählen auch die sog. KitaPlus Einrichtungen oder die Tatsache, dass der Jugendhilfeausschuss kürzlich beschlossen hat, dass das Kindergesundheitsmobil bald auch in Holsterhausen Halt macht.

Für Julia Jankovic, SPD-Ratsfrau für Holsterhausen-Süd, die den Abend moderierte, war es eine gelungene Veranstaltung, bei der Information und Diskussion im Vordergrund standen. Sie betont abschließend: "Wichtig ist, dass unser Stadtteil attraktiv bleibt und wir die Vorraussetzung dafür schaffen, dass wohnortnahe Versorgung für unsere Kleinsten bedarfsgerecht gesichert wird und der Bildungsauftrag dabei immer im Vordergrund steht."
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