Kettwig Nachgehakt: Ärger um versperrten Zugang zum Anleger Baldeney der Weißen Flotte

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Wie Sie sehen, geht aktuell nichts in Richtung Anleger Baldeney. Bauzäune versperren die Zuwegung, so dass Franz-Josef Ewers (Geschäftsführer Weiße Flotte), den Anleger vorübergehend aus dem Fahrplan genommen hat. (Foto: Bangert)
 
Franz-Josef Ewers, Geschäftsführer Weiße Flotte Baldeney
Essen: Anleger Baldeney |

Der Anleger Baldeney gehört zum Linienfahrplan der Weißen Flotte, wie der Heimathafen am Haus Scheppen oder die alte „MS Isenbügel“. Doch seit einigen Wochen schon sorgt eben dieser Anleger, oder besser gesagt, seine Zuwegung, bei Weiße Flotten-Geschäftsführer Franz-Josef Ewers für reichlich Unmut.



Zwei Wege führen zu besagten Anleger, der einst in Glanzzeiten des Schlosses Baldeney und der Gastronomie der „Baldeneyer Fähre“ zu den beliebtesten und meist frequentiertesten der Anleger der Weißen Flotte Baldeney war. Diese Zeiten sind längst vorbei, seitdem das Schloss immer mehr verfällt und auch die Wege, die vom „Seaside Beach“ oder über die Kapelle des Schlosses zum Anleger führen immer weiter zuwachsen, sind die Zustiegszahlen verständlicherweise immer weiter zurückgegangen. Nichtsdestotrotz sollten die Schiffe der Weißen Flotte auch in dieser Saison dort Halt machen und Spaziergängern die Möglichkeit geben an oder von Bord zu gehen. Bei der turnusgemäßen Überprüfung der Anleger und der Zuwegungen standen Ewers und seine Mitarbeiter dann aber auf einmal vor den Zäunen und konnten diese nur durch einen Umweg durch die angrenzende Vegetation umgehen. Für Ewers stand in diesem Moment fest: „Ich bin als Betreiber der Fahrten der Weißen Flotte verpflichtet auch für eine sichere Zu- und Abwegung meiner Passagiere zu sorgen. Ich bin der Verkehrssicherheit verpflichtet und die kann ich aktuell nicht garantieren. Daher musste ich den Anleger schweren Herzens erst einmal vorrübergehend aus dem Fahrplan nehmen.“

"Ich musste den Anleger Baldeney schweren Herzens erst einmal aus dem Linienplan der Weißen Flotte nehmen." Franz-Josef Ewers

Wer die Bauzäune an beiden Zuwegungen aufgestellt hat, das konnte Ewers bis jetzt noch nicht feststellen. Die Suche nach den Initiatoren gestaltet sich durchaus schwierig, denn der Ruhrverband hat die Fläche am Ufer des Sees an mehrere verschiedenen Pächter übergeben, dazu kommt der neue Inhaber des Schloss Baldeney. Daher, erzählt Ewers, „konnte ich bis jetzt noch keinen Erfolg erzielen. Ich würde die Zäune lieber heute als morgen entfernen lassen und den Anleger wieder frei geben. Aber so lange die da noch stehen, kann ich nichts machen.“ Angesichts dieses aktuellen Vorfalls wird wieder einmal deutlich, wie wichtig eine einvernehmliche Lösung für diesen Abschnitt und eine deutliche Aufwertung des Anlegers Baldeney wäre. Pläne dazu gibt es... Ewers durfte das Projekt der „Seepavillons“ in der Bezirksvertretung IX vorstellen. Dort fand die Idee großen Anklang, den Wartenden und anderen Ausflüglern an allen Anlegern ein schützendes Dach, Toiletten und auch Informationen zur Verfügung zu stellen. Nicht nur am Baldeneysee, auch an der Ruhr in Kettwig wäre diese Aufwertung höchst willkommen. Der Anleger am Staadt ist nicht in Betrieb, die Kettwiger Landepunkte haben auch schon bessere Tage gesehen. Da machte Ewers seinem Herzen Luft: „Wenn jetzt noch die Durchstreckung klappt...“ Falls die Unterführung unterm S-Bahnhof Kettwig bis zur Ruhr verlängert würde, käme dort ein weiterer Anleger als idealer Knotenpunkt für Radfahrer und Bahnreisende dazu...

Mehr zum Thema:
Ein Interview mit Markus Rüdel, Pressesprecher des Ruhrverbands zu diesem Thema lesen Sie hier.
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