Kinderbeauftragte: Verdrehungen der CDU helfen nicht weiter

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Die SPD-Bezirksvertreterin Karin Sidiropoulos findet die Aktion der CDU unangemessen.
Selbstverständlich ist es immer sehr traurig, wenn vor wenigen Monaten gewählte Ehrenamtler aus sehr bewegenden persönlichen Gründen zurücktreten müssen, wie im Fall der Kinderbeauftragten Vanessa Meißner. Die Situation ist wahrhaftig nicht schön, aber Rot-Grün trifft keine Alleinschuld an dem Dilemma. Deshalb ist die Polemik der CDU unangebracht.

Wenn der CDU-Fraktionsvorsitzende behauptet, "Rot-Grün sollte endlich einsehen, dass die Kinder- und Jugendbeauftragten sich für Belange der Kinder und Jugendlichen einsetzen sollen und nicht der verlängerte Arm ihrer Parteipolitik sind", dann sollte er mal kurz nachdenken, warum die CDU-Kandidatin nicht gewählt wurde. Die häufig durch Selbstdarstellung auffallende CDU-Kandidatin wollte partout nicht stellvertretende Kinderbeauftragte sein, obwohl die Mehrheitsverhältnisse in der BV III eindeutig sind und ihre Arbeit nicht ohne Kritik behaftet war. Dass das CDU Urgestein Unkel seiner Holsterhauser Parteifreundin beistehen will, ist menschlich verständlich. Aber sein Griff in die Klamottenkiste der Rhetorik, die an ihrer eigenen Haltung in der BV III gescheiterten CDU-Kandidatin als beste Kinderbeauftragte Essens hochzustilisieren, weil angeblich SPD-Genossen aus dem Essener Norden das gesagt hätten, ist mehr als übertrieben und unsachlich und wertet die Arbeit der Kinderbeauftragten in anderen Bezirksvertretungen maßlos ab.

Dennoch müssen die drei großen Parteien in der Bezirksvertretung III Werbung in Sachen Kinderbeauftragte machen und das zügig. Deshalb sind solche Angriffe seitens der CDU völlig kontraproduktiv.
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