Mehr Baustellen, mehr Naturschutz: Bezirksvertretung II berät am 22. Oktober

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Der grüne Sicht- und Lärmschutz am Haumannplatz wird vor einigen Häusern mit ungeraden Nummern durchlöchert. Im Rahmen der Kanalbauarbeiten werden Bäume gefällt.
 
Markierungen Fehlanzeige: Im Kreuzungsbereich Rellinghauser-/Eisenbahnstraße kann man sich als Fußgänger unsicher fühlen.

Fußgänger, parkende Autos, Sperrungen: Diverse Verkehrsthemen haben die Politiker in der Bezirksvertretung II am Donnerstag, 22. Oktober, zu beraten. Die zum größten Teil öffentliche Sitzung beginnt um 16.30 Uhr in der Kantine „Prinz Ludwig“, bei der Jugendhilfe Essen an der Schürmannstraße 7.

Diskutiert werden in der Bezirksvertretung II unter anderem die folgenden Themen:

Kanalbau amHaumannplatz
Auf eine größere Maßnahme müssen sich Anwohner am Haumannplatz in Rüttenscheid einstellen. Zwischen Büscher- und Alfredstraße wollen die Stadtwerke Essen einen Kanal erneuern, dabei teilweise auch die Gas- und Wasserleitungen. Geplanter Baubeginn ist im kommenden Februar, für die Gesamtmaßnahme sind zwei Jahre angesetzt - so die Witterung mitspielt.
Das wird nicht ohne Baumfällungen abgehen. Weichen müssen unter anderem Bäume im Grünstreifen vor den Haus-Nummer 7a, 9 und 11, wo sie bisher zum Sicht- und Lärmschutz beitragen


Von der Jugend bis zur Kunst
Diskutieren werden die Bezirksvertreter ferner die Berichte von Kinder- und Jugend- bzw. Seniorenbeauftragten sowie das Thema „Kunst im öffentlichen Raum“.


Für Fußgänger unübersichtlich
An der Kreuzung Rellinghauser-/Eisenbahnstraße sind die Wege für Fußgänger nach Überzeugung der Fraktionen von SPD, Grüne und Linke zu unübersichtlich, was das Queren der Fahrbahnen schwierig macht. In einem gemeinsamen Antrag bitten sie die Verwaltung um „Optimierung“.


Parkscheiben am Stiftsplatz
Nur ein Stück weiter, nämlich am Parkplatz Frankenstraße/Am Ardey sowie auf dem nördlichen Parkstreifen an der Frankenstraße in Höhe Stiftsplatz, ist nach Meinung der CDU-Fraktion eine Parkscheibenregelung erforderlich. Die für Kunden der angrenzenden Geschäfte gedachten Plätze würden zu oft von Dauerparkern belegt. Zwei Stunden Parkzeit sollen in jenem Bereich künftig genug sein, betonen die Christdemokraten.


Gute Bilanz in der Heisinger Aue
Erfreuliches wird für die Heisinger Aue vermeldet. Das Naturschutzgebiet hat, das ergab eine Untersuchung, in seiner Bedeutung zugenommen. Stillgewässer, Auenwald und Mähwiesen machen einen größeren Anteil aus als vor Jahren, der Zustand vieler Flächen hat sich verbessert, lautet die Einschätzung der Experten.
Die Aue ist zugleich Natura 2000-Gebiet, gehört somit zu einem europäischen Netz aus bedeutenden Naturschutzgebieten. In diesen findet immer wieder ein Monitoring statt, bei dem vorhandene Pflanzen- und Tierarten kartiert werden, damit ihre Bestände einst und jetzt verglichen werden können. Auf Basis dieser Daten werden dann Pflege- und Entwicklungspläne aufgestellt.


Arbeiten für Gas und Wasser
Im Januar wollen die Stadtwerke Essen mit dem 2. Bauabschnitt der Gas- und Wasserbaumaßnahme an der Müller-Breslau-Straße beginnen. Zwischen Haus-Nr. 42 und der Kreuzung mit der Richard-Wagner-Straße werden 300 Meter Wasserleitung und 350 Meter Gasleitung erneuert. Fünf Monate soll das Ganze dauern.


Und noch einmal Kanalbau
Zum Großprojekt der Stadtwerke Essen gehört die Erneuerung der Abwässerkanäle an Walpurgis- und Wittekind- sowie der Alfried-Krupp-Straße - ab Mai 2016 und für rund 20 Monate. Vor allem in der Walpurgisstraße kommt es zu Sperrungen, da die ganze Fahrbahnbreite in Anspruch genommen wird. „Anlieger frei bis Baustelle“ gilt da als die einzige Lösung.
Die Arbeiten starten in der Wittekindstraße. Da der Termin bis Anfang 2018 für die Inbetriebnahme eines neuen Vorflutkanals knapp gehalten ist, wird versucht, an mehreren Stellen des Baubereiches parallel zu arbeiten.
An der Wittekindstraße müssen im „Straßenbegleitgrün“ sechs Bäume gefällt werden.
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