Mögliche Flugroutenänderung nach Schließung des Flughafens Essen/Mülheim

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Der Flughafen Düsseldorf wird seine lärmträchtigen An- und Abflugrouten nicht ändern, wenn der Flughafen Essen/Mülheim (FEM) seine Arbeit einstellt. Anderslautende Meldungen seitens der essener Verwaltung sollen wohl eher als Begründung zur Weiterführung FEM herhalten.
Essen: Haarzopf |

Potthoff: Änderungen der Flugrouten zum Düsseldorfer Flughafen über Essen wird es nicht gegen den Widerstand der Stadt Essen geben

Angesichts der Antwort der Stadtverwaltung Essen auf eine Anfrage der Ratsfraktion der Grünen bzgl. einer möglichen Änderung der Flugrouten zum Düsseldorfer Flughafen nach Schließung des Flughafens Essen/Mülheim erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:
„Die von Stadtdirektor Hans-Jürgen Best (SPD) vorgetragene Behauptung, eine Schließung des Flughafens Essen/Mülheim hätte zwangsläufig zur Folge, dass die Fluglärmbelastung über Haarzopf durch mehr Landeanflüge zum Flughafen Düsseldorf ansteigt, darf nun als widerlegt gelten.
Die Stadtverwaltung stellt in ihrer Antwort auf unsere Anfrage klar, dass jeder Flugroutenänderung eine ausführliche Beratung in der Fluglärmkommission zum Flughafen Düsseldorf vorausgeht. In dieser Kommission sind auch die Städte Essen und Mülheim/Ruhr vertreten, die keinerlei Interesse haben, die derzeitigen Flugrouten über noch dichter besiedeltes Gebiet als derzeit zu führen. Dies hat sich gerade erst im Zusammenhang mit einer Prüfung alternativer Anflugrouten über Essen-Kettwig durch die Deutsche Flugsicherung gezeigt. Die Fluglärmkommission hat sich am 20.11.2017 einstimmig gegen eine Verschwenkung des derzeitigen Landeanfluges über den Baldeneysee nach Norden in Richtung Essener Innenstadt und Mülheim ausgesprochen.

Deutsche Flugsicherung hält Flugroutenänderung nicht für sinnvoll

Zwar könnte sich die Genehmigungsbehörde theoretisch auch über ein Votum einer Fluglärmkommission hinwegsetzen. Aber die Behörde hat zu beachten, dass es durch Flugrouten nicht zu höheren Lärmbelastungen kommt. Eine Verlagerung der bestehenden Flugrouten über Haarzopf hält die Deutsche Flugsicherung nach eigenen Aussagen allerdings für nicht sinnvoll, da hierdurch mehr Bevölkerung von Lärm und anderen Emissionen betroffen wären.“
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