Oberbürgermeister Thomas Kufen besucht Stadtteilspaziergänger in Rellinghausen

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Oberbürgermeister Thomas Kufen hat sein Versprechen wahr gemacht und ist ein Jahr nach dem Wahlkampf wieder in Rellinghausen unterwegs.
  Essen: Frankenstraße |


„Sie möchten ja nur wieder einen Kaffee ausgegeben bekommen“, scherzt Oberbürgermeister Thomas Kufen. Da haben die Senioren gut Lachen.

Denn bereits vor einem Jahr zur Wahlkampfperiode besuchte Kufen die Spaziergangspaten im Rahmen der Aktion „Willst du mit mir geh'n. Mehr Bewegung im Alltag.“ Damals war Hugo Thies, einer der Paten sich sicher: „Das ist bald vorbei, wenn Sie neu gewählt worden sind.“ Doch der bürgernahe Oberbürgermeister versprach: „Ich werde von Zeit zu Zeit mit Ihnen spazieren gehen, wenn es meine Zeit zulässt.“ Nun war es soweit „und wir waren darüber sehr erfreut“, so Thies. Die Aktion, dass sich Senioren einmal in der Woche zum Spazieren gehen treffen, gibt es in Essen seit 2012.

34 Stadtteilspaziergänge in Essen


„Angefangen haben wir mit 13 Stadtteilen, erinnert sich Thies“, er ist „die Hebamme der Stadtteilspaziergänge“, freut sich Dieter Heinisch, Pate für Kupferdreh. „34 Spaziergänge gibt es mittlerweile, 14 habe ich zum Laufen gebracht“, freut sich Thies. Angefangen hatte alles mit einem Aufruf vom Bundesgesundheitsministerium, ältere Menschen in Bewegung zu halten und fitter zu machen. In Gelsenkirchen, startete diese Aktion bereits 2011. „Durch einen Vortrag in der Seniorenberatung haben wir es dann auch in Essen ins Leben gerufen“, so Hugo Thies. Immer montags, um 11 Uhr, treffen sich die Senioren an der Frankenstraße/Ecke am Ardey. Mitmachen kann dabei jeder, der Lust dazu hat. „Wir sind kein Verein, man hat keine Verpflichtungen und muss auch keine Beiträge zahlen.“ Doch, wer einmal mitgegangen ist, wird alsbald zum „Wiederholungstäter“, so wie Doris Lüsser, die seit einem Jahr jeden Montag eine feste Verabredung hat. „Ich lerne auf den Spaziergängen immer wieder neue Ecken aus Rellinghausen aber vor allem neue Menschen kennen“, freut sich die Rentnerin. „Es kommt immer jemand Neues hinzu und darüber freuen wir uns sehr. Dabei entstehen auch neue Freundschaften und man unternimmt mal was Privat miteinander.“

Das Miteinander ist der zentrale Aspekt


Das Miteinander in der Gruppe unterstreicht auch Heinisch: „Die sozialen Kontakte und nicht der Weg sind das Ziel“, sagt er. Der Spaziergang führt im Stadtteil Rellinghausen immer durch andere Straßen. „Er dauert etwa 30 bis 60 Minuten“, erklärt Thies. Die Strecken sind dabei auch für Menschen geeignet, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und einen Rollator oder Gehhilfen benötigen. „Meistens kennen die Teilnehmer ja auch alles Wissenswerte zu ihrem Stadtteil, aber wir erzählen auch gerne etwas über die Hexentaufe oder die St. Anna-Kapelle.“ Das Erzählen und Austauschen findet allerdings meistens im Anschluss statt. Denn nach dem Spaziergang wird oft eingekehrt. Bevor es heute losgeht, erhält Thomas Kufen allerdings noch schriftliche Geburtstagsgrüße und einen Ansteckbutton, überreicht von Marianne Wagner. Mit dem Erhalt der Gästepatenschaft ist auch der Finanzier der abschließenden Kaffeerunde geklärt- diese Einladung lässt Kufen sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, denn „Mir gefällt das Format sehr gut, jeder kann einfach kommen und mitgehen.

Thomas Kufen unterstützt die Aktion


Es gibt viele alte Menschen, die allein sind und hier zeigt sich, dass sie es nicht sein müssen. Solche Aktionen unterstütze ich natürlich gerne“, sagt Thomas Kufen und begibt sich dann, sicherheitshalber mit wetterfester Jacke auf den Spaziergang. Mit seiner Gästespaziergangspatenschaft dürfte dies mit Sicherheit nicht der letzte Besuch mit Bewegung in Rellinghausen gewesen sein.
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