Petra Hinz, MdB: „Sein politisches Erbe ist unsere Verpflichtung“

Anzeige

Willy Brandt wäre heute 100 Jahre alt geworden

Gerade in den letzten Tagen und Monaten ist sein Wirken und das Zitat „Mehr Demokratie wagen“ in aller Munde und in der SPD quicklebendig. Heute, am 18. Dezember 2013 wäre Willy Brandt 100 Jahre alt geworden.

Wäre Willy Brandt über seine Nachfolger und den Weg zum Mitgliederentscheid über den Koalitionsvertrag stolz gewesen? „Ich denke schon“, so Petra Hinz.
„Mit ihren 150 Jahren ist die SPD eine moderne und DIE Mitgliederpartei in Deutschland. Einen großen Anteil daran hat der erste sozialdemokratische Bundeskanzler in der Geschichte der Bundesrepublik - der mit seiner besonderen Art, Politik zu betreiben und zu vermitteln, nicht nur in der eigenen Partei neue Wege aufgezeigt hat. Mit seiner Ostpolitik trug er wesentlich zur europäischen Integration bei - unvergessen ist der „Kniefall“ 1970 in Warschau, mit dem Willy Brandt symbolisch die Verantwortung für Taten auf sich nimmt, die andere politische Kräfte zu verantworten hatten.“

„Aber nicht nur deshalb bleibt er einer der bedeutendsten Sozialdemokraten und ein unvergessener Politiker, der für sein beeindruckendes Wirken mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Willy Brandt wusste auch mit einem modernen Stil der politischen Rede zu überzeugen, der eben nicht nach dem allgemeinen „Parteichinesisch“ klang. Willy Brandt konnte die Menschen begeistern und bewegen – für ein gerechteres Land und eine bessere Welt“, erklärt Petra Hinz.

Nach seiner Emigration infolge der Machtergreifung Hitlers und der Nationalsozialisten kehrte Willy Brandt 1945 nach Deutschland zurück – mit dem Ziel, seinen persönlichen Beitrag zum Wiederaufbau des Landes zu leisten. In Berlin kämpfte er als Regierender Bürgermeister von 1957 bis 1966 gegen die Auswirkungen des Mauerbaus und für konkrete Verbesserungen – er kämpfte für die Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger in der geteilten Stadt.
In der Folge schrieb Willy Brandt – zunächst als Bundesaußenminister und Vizekanzler (1966 bis 1969) in einer Großen Koalition und dann als Bundeskanzler (1969 bis 1974) Geschichte – mit innenpolitischen Reformprojekten einerseits und einer neuen mutigen Außenpolitik der internationalen Entspannung andererseits.
Insgesamt 23 Jahre führte er die SPD als Parteivorsitzender an – erst 1987 zog er sich zurück aus dem (partei-)politischen Betrieb, blieb der sozialdemokratischen Idee bis zu seinem Tod im Oktober 1992 aber stets eng verbunden.

„Willy Brandt hat unser Land auf eindrucksvolle Art und Weise geprägt – sein politisches Erbe ist unsere Verpflichtung. Für viele Menschen in Deutschland und Europa ist Willy Brandt ein leuchtendes Beispiel für eine Politik der Annäherung und Versöhnung, die von einer Idee des Zusammenwachsens und Zusammenlebens getragen wurde“, so Petra Hinz.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.