Schließung des Flughafens Essen/Mülheim

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Am Rollfeld des noch Verkehrsflughafens Essen/ Mülheim - viele Hektar Platz für Gewerbe, Wohnen im Grünen und sogar noch für eine Sonderlandefläche kleiner Sportflugzeuge
Essen: Haarzopf |

Grüne: Gutachten der Märkischen Revision unbrauchbar


Im Auftrag der Essener und Mülheimer Ratsfraktionen der Grünen sowie der Landtagsfraktion der Grünen hat sich
Dr. Christian Giesecke, Fachanwalt für Verwaltungsrecht der Kölner Rechtsanwaltskanzlei Lenz und Johlen, mit den Kernaussagen des Gutachtens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Märkische Revision zur Schließung des Flughafens Essen/Mülheim auseinandergesetzt. Die Grünen fühlen sich durch diese Rechtsexpertise in ihrer Kritik voll bestätigt.
Dazu erklärt Ernst Potthoff, verkehrspolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion Essen:
„Das Gutachten der Märkischen Revision ist aufgrund gravierender Mängel unbrauchbar. Es darf keinesfalls als Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung der Räte in Essen und Mülheim dienen.“

Schnelle Umwandlung des Flugplatzes zum Sonderlandeplatz

Dr. Giesecke stellt in seiner Expertise klar, dass die Umwandlung des Flugplatzes in einen Sonderlandeplatz zu Sportflugzwecken in einem relativ unaufwendigen Verfahren ohne die von der Märkischen Revision als verbindlich bezeichnete Umweltverträglichkeitsprüfung und Festsetzung eines Lärmschutzbereiches erfolgen kann. Die Erfolgsaussichten von möglichen Klagen der derzeit ansässigen Luftfahrtunternehmen gegen eine Schließung werden als gering eingestuft, da Ersatzstandorte wie der Flughafen Schwarze Heide in Dinslaken zur Verfügung stünden.
„Dr. Giesecke macht auch klar, dass das Risiko einer Rückzahlung von Zuwendungen des Landes bei einer Flughafen-Schließung bis spätestens 2024 sehr gering ist. Ich bin auch sicher, dass die Landesregierung aufgrund ihres eigenen Interesses an der Schließung keine Rückforderung stellen wird.“, ergänzt Mehrdad Mostofizadeh, Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion der Grünen.

Betriebskosten des künftigen Landesplatzes durch Aero-Club zu tragen

„Wir sind dankbar um die Klarstellung, dass die Betriebskosten eines Hobby-Flugplatzes üblicherweise durch die Start- und Landeentgelte bzw. sonstige Gebühren der Nutzer getragen werden sollten. Wir erwarten daher, dass der AeroClub vertraglich zusichert, dass er die Betriebs- und Instandhaltungskosten eines Sonderlandeplatzes komplett übernimmt.“, ergänzt Tim Giesbert, Fraktionsvorsitzender der grünen Ratsfraktion Mülheim.

Falsche Verluste der Grundstücksvermarktung

Dr. Giesecke widerspricht auch Aussagen der Märkischen Revision zur Vermarktbarkeit von Grundstücken im Hinblick auf geltende Lärmgrenzwerte. Hier würden „Äpfel mit Birnen“ verglichen. Deshalb sind auch die Kalkulationen der Märkischen Revision falsch, dass 42 Mio. Euro an Erlösen verloren gingen, wenn eine Vermarktung der aufgegebenen Flächen bereits ab 2024 parallel zu einem Sportflugbetrieb erfolge.

links zu:
http://gruene-essen.de/…/160520-Kritik-an-Gutachten-Maerk-R…

http://gruene-essen.de/…/160615-Fragen-an-Giesecke-wg-Schli…

http://gruene-essen.de/…/160804-Expertise-Giesecke-Rechtsfr…
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3 Kommentare
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Willi (Wilfried) Proboll aus Kamp-Lintfort | 11.08.2016 | 19:11  
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B. Neumann aus Mülheim an der Ruhr | 12.08.2016 | 13:54  
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Bernfried Obst aus Herne | 14.08.2016 | 11:14  
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