SPD-Holsterhausen: Mit Rückenwind für die Spielplätze

Anzeige
Die SPD-Bezirksvertreterin Karin Sidiropoulos (1. rechts) wünscht ihren Genossen eine gute und erfolgreiche Fahrt. (v.r.) Günther Schröder, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung III, der Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder, SPD-Ratsvertreter Julia Jankovic, der stellvertretende Vorsitzende der AWO-Holsterhausen Marcus Juchem und an der Fotokamrea SPD-Ratsherr Hans Aring.
 
Die Baumwurzel hat sichtbar die Flastersteine verschoben.
 
Die zum Tor gehörende Eisenplatte ragt gefährlich heraus. Ein verletztes Kind ist schon zu viel.
Die Holsterhauser Sozialdemokraten haben sich an diesem wunderbaren Samstagmorgen mit dem Wettergott verbündet. Kein Regen, ein herrlicher Mix aus Wolken und Sonne sowie eine Temperatur wie gemacht für eine ausgedehnte Radtour durch Holsterhausen. Ziel die städtischen Spielplätze in Holsterhausen, um nach deren Zustand er zu sehen. Zu der SPD-Radtruppe gesellten sich die beiden Holsterhauser SPD-Ratsvertreter Julia Jankovic und Hans Aring, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung III, Günther Schröder, der stellvertretende Vorsitzende der AWO-Holsterhausen Marcus Juchem, der frühere langjährige Bezirksvertreter Rainer Pflugrad und der Ortsvereinsvorsitzende Benno Justfelder. Treffpunkt war um 11 Uhr der Kirchvorplatz auf der Gemarkenstraße.

Der erste Halt auf dieser Tour war der Spielplatz in der Suarezstraße. Dieser von den Spielplatzpaten gut geführten und von achtsamen Eltern behüteten Spielplatz erfreut sich schon seit Jahrzehnten großer Beliebtheit in Holsterhausen. Einige der anwesenden Eltern haben die Ankündigung der SPD-Radtour in der Lokalzeitung gelesen und warteten auf die Holsterhauser Sozialdemokraten. Die Eltern hatten ein paar wesentliche Dinge an dem Zustand des Spielplatzes anzumerken. "Vor wenigen Wochen hat es im Eingangsbereich des Spielplatzes einen Unfall gegeben. Ein Kind ist über die rausragende Wurzel des großen Baums gestürzt und hat sich am Kopf verletzt. Sicherheitshalber haben wir einen Rettungswagen gerufen und das Kind wurde ins Krankenhaus gebracht," berichtete eine Mutter. Tatsächlich ragt die Wurzel des Baumes aus dem Boden heraus und hat auch schon die Pflastersteine im Eingangsbereich sichtbar verschoben. Das muss dringend behoben werden, um weitere Unfälle zu vermeiden. Allerdings betonten die Eltern auch, solle der Baum erhalten bleiben. Die SPD-Vertreter versprachen sich schnell darum zu kümmern. Eine andere Mutter wies darauf hin, dass rund um die große Rutsche zu wenig Sand aufgefüllt ist. Das ist eine Gefahr für Kinder, die hinunterrutschen und wegen des fehlenden Sands hart auftreffen können. Eine weitere Gefahr sah eine Mutter hinter und in den Büschen, weil sich dort große Kuhlen befinden. Für ganz kleine Kinder stellen sie sicher eine Gefahr dar, aber für etwas größere Kinder kann diese "Buschlandschaft" geradezu ein Abenteuerspielplatz sein. SPD-Ratsherr Hans Aring, Mitglied im Grün und Gruga Ausschuss, monierte, dass der Grün- und Baumschnitt wohl schon lange her sein müsste. "Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden."

Am zweiten Halt in der Barthel-Bruyn-Straße gegenüber dem Otto-Hue-Haus ist der Spielplatz in einem guten Zustand. Der Spielplatz an der Cranachstraße biete Kleinkindern einige Spielmöglichkeiten. Aber so lange die Großbaustelle "Cranachhöfe" in vollem Gange ist, muss man nach ihrer Beendigung sehen, was aus dem Spielplatz noch gemacht werden kann. Auf jeden Fall kann man schon mal erahnen, wie es in Zukunft sein wird, wenn man von der Cranachstraße quer zur Rubensstraße und umgekehrt gehen kann.

Der städtische Spielplatz im Hinterhof der Hausnummern 168 und 170 wurde nach den Sturmschäden durch Ela wieder richtig in Stand gesetzt. Diesen unscheinbaren Spielplatz nutzen viele Tagesmütter mit den Kleinkindern aus der näheren Umgebung. Die Spielgeräte sind in einem guten Zustand und in einer verschlossenen großen schwarzen Kiste scheint es noch viele Spielzeuge zu geben. Allerdings sind zum Leidwesen der Anwohner in der Holsterhauser Straße die Drainagen noch immer nicht gereinigt worden. "Wenn es zu Starkregen kommt, schießen die Wassermassen in Richtung Holsterhauser Straße und überfluten oft unsere Keller," hofft ein Anwohner endlich auf Abhilfe. SPD-Ratsfrau Julia Jankovic wird noch mal bei der Verwaltung nachhaken: "Es kann nicht sein, dass schon ein gutes Jahr vergangen ist, ohne dass jemand diesen Missstand behoben hat."

Ein im wahrsten Sinne des Wortes Schattendasein führt der Spielplatz in der Hans-Thoma-Straße hinter den Häusern. Ein großer Baum und viel Grün drumherum bieten den kleinen großen Beuschern des Spielplatzes ein schattiges und ruhiges Plätzchen. Ein Vater geht gerne mit seinem kleinen Sohn hierher: "Wir wohnen in der ersten Etage. Und wie viele Hinterhöfe in Holsterhausen bieten sie nur kleine Gärten, die eine Gemeinschaftsnutzung unmöglich macht. Deshalb sind wir sehr froh, dass wir diese kleine Oase in der Nähe unserer Wohnung haben." Da muss man nichts mehr hinzufügen. Der Sandkasten mit dem großen Spielgerät inklusive einer Rutsche müsste bald ausgetauscht werden. Zwei kleinere Sandkästen sind als selbige nicht mehr nutzbar. Dazu Marcus Juchem: "Hier könnte man Hochbeete aufbauen und einer Initiative für urban gardening überlassen." Die SPD Holsterhausen wird das mal prüfen lassen.

Der große Spielplatz zwischen Hausacker- und Windmühlenstraße hat sich seit der ersten Radtour 2002 zu einer echten grünen Perle in Holsterhausen entwickelt. Seit dem Jahre 2007 gibt es engagierte Spielplatzpaten, deshalb sind die Spielgeräte in Ordnung, der Platz macht einen sehr sauberen Eindruck und er wird von vielen Kindern und ihren Eltern angenommen, wie sich die Holsterhauser Sozialdemokraten vor Ort überzeugen konnten. Eine vierköpfige Gruppe von ca. 10-jährigen Jungen loben die Anlage über den grünen Klee: "Wir sind fast jeden Tag hier. Hier können wir gemeinsam viele Spiele spielen. Das einzige Problem: Der Bolzplatz hat keinen Kunstrasen." An diesem Ort ist das eher ein Luxusproblem, denn der TuS 1881 braucht immer gute Fußballer und dort können sie auch auf Kunstrasen spielen.

Der Spielplatz in der Friedbergstraße, der von den Holsterhauser Sozialdemokraten in den 1980er Jahren gegen heftige Widerstand der CDU Holsterhausen durchgesetzt wurde, erfreut sich ungebrochen großer Beliebtheit. Selbstverständlich hat die SPD Holsterhausen ein besonderes Augenmerk auf ihn, ohne dabei die anderen Spielplätze in ihrem Stadtteil zu vernachlässigen. Die Spielgräte sind in sehr gutem Zustand, die Skater-Analge wurde vor ein paar Jahren wieder instand gesetzt. Nun liegen große Sandhaufen und wollen gegen den alten Sand in den Sandkästen ausgetauscht werden.

In der Planckstraße gibt es den Regenbogenspielplatz noch. Vorne an der Straße werden seit Mai die Häuser erneuert und nach oben hin erweitert. Das war der Plan des neuen Besitzers. Die SPD Holsterhausen hofft, dass der städtische Kinderspielplatz dort bleiben kann. Nach nun gut 15 Jahren jährlicher Radtour für die Holsterhauser Spielplätze zeigt sich, dass diese Plätze in der Nähe der Wohnhäuser ein immer wichtiger Standortfaktor für Wohnungen geworden ist. Die Allbau AG hat das bereits verinnerlicht, dem Beispiel sollten andere Wohnungsunternehmen folgen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.