Strahlende Kindergesichter auf dem Sommerfest

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Die Kommunikation unter den Erachsenen gestaltete sich noch meistens sehr holprig. Deshalb sollte es mehr Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen geben.
Essen: Flüchtlingsdorf | Der Runde Tisch Holsterhausen lud am 8. Juli zum Sommerfest die Anwohner Holsterhausens ins Flüchtlingsdorf ein. Leider kamen nicht ganz so viele Nachbarn wie erhofft, aber das konnte die gute Stimmung während des hervorragend organisierten Festes nicht trüben. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht das letzte Fest dieser Art mit Anwohnern und Geflüchteten gewesen sein wird. Die Teilnehmer möchten gerne eine Wiederholung.

Der Wettergott hat es sehr gut gemeint mit den vielen Festen in ganz Essen. Auch an der Papestraße war es trocken und leichter kühler Wind brachte immer wieder Erfrischung. Mittlereile leben rund 350 Menschen mit ihren Kindern im Flüchtlingsdorf an der Papestraße. Damit wurde es jetzt Zeit, dass sich Anwohner und Flüchtlingsdorfbewohner kennenlernen konnten. Die Mitglieder des Runden Tisches mit all den beteiligten Organisationen haben ein buntes Programm zusammengestellt, das vor allem den vielen Kindern Spaß bereitet hat. Die Mitarbeiter der Diakonie sorgten für das Essen und die Getränke. Die Falken brachten viele Spielemöglichkeiten wie eine Hüpfburg, eine Torwand und kleinere Spiele mit. Die Falken gehören mit dem ASB und dem Wichernhaus zu den Organisationen, die viele Angebote für Kinder und Jugendliche in Holsterhausen vorhalten. Eine weitere große Attraktion war der Clown Nikolay Eftimov mit vielen lustigen Gags und Kunststückchen.

Erika Gatzke von der Arbeiterwohlfahrt Essen Holsterhausen war überrascht über die vielen Kuchen, die die Ehrenamtler und einige Geflüchtete zur Verfügung gestellt hatten. Von den Kuchen ist später kaum etwas überig geblieben, so gut haben sie geschmeckt. Der Essener Sportbund stellte zwei Tore zur Verfügung. Im großzügigen Sandkasten kamen Sommergefühle auf beim Fußballspielen. Viele Kinder wollten mit dem gelben Traktor mitfahren. Der Fahrer Uwe Breda hatte sehr viel damit zu tun, dass die Kinder nicht auf den Anhänger stiegen, weil die Fahrt zu gefährlich gewesen wäre. Es durften nur die vorgesehenen Plätze besetzt werden.

In der letzten Stunde des Sommerfestes ertönten harte Beats aus den Lautsprechern der Falken, die ihr tontechnisches Equipment bereit gestellt hatten, um spezielle Musikwünsche zu erfüllen und Durchsagen machen zu können. Nachdem zunächst die Rapper Ché und Amir Gaper einige ihrer Lieder vorgestellt hatten, kamen immer mehr Jugendliche und Kinder des Dorfs dazu. Es steigerte sich zu einem tollen Miteinander der jungen Leute. Zu den Beats sangen zwei Jugendliche aus Somalia. Das Taktgefühl brachten sie schon mit. Dann wollten viele kleine Mädchen auch ihre Lieder zu den Beatrhytmen singen. Ein irakischer Jugendlicher übersetzte mir den Text, den seine kleine Schwester gesungen hatte: Vielen Dank Deutschland, du hast uns gerettet.
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