3 + 2 + x = NRW-Kids in Bewegung

Ausreichend Sport für Kinder und Jugendliche im Blick behalten

Der Ganztag gehört an den Schulen in Nordrhein-Westfalen längst zur Tagesordnung. Allerdings darf dies nicht dazu führen, dass Kinder und Jugendliche keine Zeit mehr für Sport in Vereinen finden und sich insgesamt zu wenig bewegen. Der Landessportbund NRW fordert daher ein landesweites Konzept, damit für den Nachwuchs in Schule und Vereinen genug Raum für Sport und Bewegung bleibt. LSB-Präsident Walter Schneeloch wirbt zurzeit intensiv für die Entwicklung einer geeigneten Formel zur sportlichen Grundversorgung, die nur in eine einzige Richtung gehen soll: „Wir brauchen letztlich flächendeckend mehr Bewegung, Spiel und Sport für noch mehr Kinder und Jugendliche.“

3 + 2 + x

Unter dem Arbeitstitel „3 + 2 + x“ hat der LSB bereits ein Modell entworfen, um dieses Ziel zu erreichen. Dahinter verbergen sich 1. drei Stunden Sportunterricht. „Hier sind Schule und Schulaufsicht gefragt, damit diese Unterrichtsstunden nicht nur auf dem Papier stehen“, mahnt Schneeloch. 2. zwei Stunden Bewegung im Ganztag. Diese könnten gemeinsam mit Sportvereinen sichergestellt werden. 3. eine noch offene Zahl zusätzlicher Bewegungsstunden durch weitere Angebote außerhalb des Unterrichts wie Pausensport oder Schulwettkämpfe sowie der Kinder- und Jugendsport in den Vereinen.

Fachkräfte

„Die Umsetzung der neuen Formel soll vor allem dazu führen, dass Kinder und Jugendliche Bewegung, Spiel und Sport als festes Element ihres Alltags begreifen“, sind sich NRW- Landesregierung und LSB einig. Um die Vereine dabei zu unterstützen, Sportangebote im Ganztag anzubieten, haben Land und Landessportbund unter anderem bereits 65 halbe Fachkraftstellen geschaffen.

Pakt für den Sport

Mehr noch: Im Juli haben die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Sportministerin Ute Schäfer und Walter Schneeloch einen „Pakt für den Sport“ unterzeichnet. „Dieser Pakt garantiert dem gemeinnützigen Sport die finanzielle Planungssicherheit bis zum Jahr 2017“, erklärtedie Ministerpräsidentin. Dabei spielt die Sportförderung von Kindern und Jugendlichen eine besondere Rolle. Folgerichtig wird die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen weiter ausgebaut, insbesondere im Ganztag. Kindergartenkinder sollen davon ebenfalls profitieren.

Und außerdem: Der LSB NRW erhält über das Land Gelder aus Lotterieeinnahmen, die von WestLotto erwirtschaftet werden. Somit lassen sich diese Projekte leichter verwirklichen.
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