Durchstoß am Walpurgistal: Unterirdischer Vortrieb von der Gönter- zur Birkenstraße

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Von Hand gesteuert arbeitet sich der riesige Bohrer nach und nach durch den steinigen Boden. (Foto: Stadtwerke Essen)

Ein nicht gerade kleines Etappenziel wurde bei der der großen Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal erreicht, wie die Stadtwerke Essen melden. Bei der Unterquerung des Bahndamms gelang der Durchstoß im Bereich von der Gönterstraße zur Birkenstraße.

Wortwörtlich „Licht am Ende des Tunnels“ konnten die Mitarbeiter am Donnerstagnachmittag auf der Kanalbaustelle n Bergerhausen vermelden: Die Unterquerung des Bahndamms mittels Vortrieb ist geglückt.

Licht am Ende des Tunnels


In den vergangenen Wochen hatte sich ein riesiger Bohrer durch den harten Untergrund gearbeitet, um Platz für die Kanalrohre zu schaffen. Der steinige Erdboden wurde dafür auf einer Länge von circa 200 Metern durchdrungen.
Vor dem Einsatz der Rohre wird das abgetragene Erdreich von einer Lore durch das bereits hergestellte Rohrsystem zum Grubeneingang befördert, von wo es geborgen und weiter abtransportiert werden kann. Anschließend wird das Kanalrohr ins Erdreich gepresst. Mit einer Kraft von 2400 Tonnen drücken die Stempel der Presse dabei gegen eine Stahlwand.

Etappelziel beim Kanalbau


Zia Omar, Bauleiter der Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal, freut sich: „Vortrieb – besonders bei steinigem Untergrund – ist immer eine Herausforderung.“

Gleich anschließend startete der Abbau der gigantischen Maschine. Diese muss transportfähig auseinandergebaut werden. In der Nacht von Sonntag auf Montag wird der Abtransport beginnen. Mittels Schwertransport werden die Einzelteile dann aus dem Walpurgistal gefahren. Sobald der Abtransport abgeschlossen und die Zielbaugrube entsprechend vorbereitet ist, beginnt die weitere Verlegung der noch ausstehenden Rohre in offener Bauweise. In der jetzigen Zielbaugrube wird ein großes Bauwerk Platz finden.
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