Essen Grüne Hauptstadt 2017: Auf dem Weg zur Grünen Mode

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Dominique van de Pol möchte die Grüne Hauptstadt im kommenden Jahr auch modisch akzentuieren. Foto: P. de Lanck

Ihr liegt es am Herzen, dass Konsumenten Verantwortung zeigen, wenn sie sich ins Modevergnügen stürzen. Produktionsstätten, Färbemittel, Materialverarbeitung und ökologische Aspekte liegen ihr am Herzen, wenn sie sich 2017 für die Idee der Grünen Hauptstadt Europas mit an Mode interessierten Bürgern auf "Green Fashion Tour" durch Essen begibt. Wo wird in Essen Kleidung angeboten, die ein Öko-Gütesiegel trägt, wo gibt es vielleicht sogar noch weitgehend unbekannte Designer, die sich mit ihren Produkten den Themen "Verantwortung und Nachhaltigkeit" verschrieben haben?

Wer sich mit der zierlichen Wahl-Rüttenscheiderin auf die Reise begibt, kann viel entdecken. Ist sie doch gut vernetzt in ihrer Stadt und allein von Berufs wegen bestens informiert.
Aufgewachsen ist Dominique van de Pol in Unterfranken. Ihren Bachelor in Modedesign hat sie in Reutlingen gemacht. Immer schon hat es sie in die weite Welt gezogen, um Erfahrungen zu sammeln. In Indonesien hat sie sich damit beschäftigt, wie Mode entsteht, dann auf Java Qualitätskontrollen in Fabriken betreut und sich schon immer auch mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Ebenso wichtig war ihr, sich auf die Spur von Modetrends zu begeben. Ihren Master hat sie schließlich in Arnheim in den Fächern Modetheorie und Trendforschung gemacht.
Heute arbeitet sie freiberuflich auch im Bereich Kommunikation. An der pädagogischen Hochschule in Heidelberg kennt man sie als Dozentin für Mode und Textilwissenschaften. Breit aufgestellt interessiert sie sich für alles rund ums Thema Mode.

Trendforscherin führt zu grünen Labels


"Bewusster Modekonsum ist mir schon sehr wichtig", betont van de Pol. "Schließlich tragen wir alle eine Mitverantwortung für unsere Umwelt." Privat veranstaltet sie gerne Tauschparties. Unter Freundinnen wandern Lieblingsstücke so von Kleiderschrank zu Kleiderschrank, werden wiederverwertet, umgearbeitet oder anders kombiniert. Auch Secondhandläden passen gut in ihr Konzept. Mit wenig Handgriffen auch mal etwas umzustylen oder neu zu kombinieren ist ihr Ding. Und natürlich stöbert sie auch gerne durch besondere Geschäfte.
Über die "Green Apes" erfuhr sie schließlich von den Bürgerprojekten zur Grünen Hauptstadt und wollte ihr Wissen in den Ring werfen. "Es gibt sie, die Grüne Mode in unserer Stadt, man muss nur wissen wo - und dabei will ich behilflich sein."
Zudem erfahren alle, die sich ihr auf der "Green Fashion Tour" anschließen, auch zugleich jede Menge über Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. "Stil ist eine Sache der Haltung", betont der selbst absolut stilsicher gekleidete Modeprofi. Da komme es eben nicht nur auf Äußerlichkeiten an, sondern vor allem auf die innere Einstellung.
Man darf also gespannt sein, wohin der van de Pol-Weg im Grüne Hauptstadt-Jahr führen wird.
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 29.09.2016 | 12:39  
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