Messerstecherei und Schüsse in der Essener Innenstadt

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Schockierende Gewaltausbrüche ereigneten sich am Samstag, 9. April, in der Essener Innenstadt.

Nach einem Messerangriff am Mittag und Schüssen am späten Abend hat die Polizei mehrere Männer festgenommen.

Gegen 13.30 Uhr alarmierten Zeugen die Polizei. Auf der Limbecker Straße waren zwei Männer (29, 44) in Streit geraten. Offenbar stach der 29-Jährige im Verlauf der Auseinandersetzung mit einem Messer auf seinen Kontrahenten ein und verletzte ihn schwer. Nach einer ersten Versorgung durch eine Passantin und zwischenzeitlich alarmierte Polizeibeamte am Tatort brachte ein Rettungswagen den 44-Jährigen in eine Klinik. Es besteht keine Lebensgefahr.

Im Rahmen der Fahndung stießen Polizisten in einem Krankenhaus wenig später auf den ebenfalls verletzten 29-Jährigen. Er wurde festgenommen. Der genaue Tathergang wird aktuell ermittelt.

Am späten Abend (23 Uhr) wurden auf der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe der Turmstraße mehrere Schüsse auf einen 21-jährigen Mann abgegeben. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Familienclans waren beteiligt


Zeugen berichteten den wenig später eintreffenden Beamten, dass mehrere Personen geflohen seien. Polizisten leisteten bis zum Eintreffen des Notarztes Erste Hilfe.

Streifen aus mehreren Behörden trafen nach und nach zur Unterstützung ein. Nur mit Mühe konnten die zahlreichen Schaulustigen davon abgehalten werden, den Tatort zu betreten.

Erste Ermittlungen führten zu zwei Wohnungen im Nordviertel. Drei Tatverdächtige (20, 35, 46) nahmen Polizisten hier fest. Eine Schusswaffe stellten sie sicher. Ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Da zwischen den Beteiligten beider Sachverhalte familiäre Beziehungen bestehen, muss von einem Zusammenhang ausgegangen werden. Eine Mordkommission ermittelt in den geschilderten Fällen.

AKTUALISIERUNG:

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete der zuständige Richter die Untersuchungshaft gegen den 29-Jährigen an. Der in Essen gemeldete Mann macht keine Angaben zur Sache und lässt sich anwaltlich vertreten. Der 44-Jährige wird weiter stationär behandelt.

Am Abend flohen Tatverdächtige von der Friedrich-Ebert-Straße, nachdem mehrere Schüsse auf einen 21 Jahre alten Mann abgegeben worden waren. Die drei 20-, 35- und 46-Jährigen nahmen Polizisten kurz darauf im Nordviertel fest.
Aktuell laufen die Vernehmungen der Beschuldigten. Es ist geplant, sie im Laufe des Montags, 11. April, dem Haftrichter vorzuführen.

Der Zustand des schwerstverletzten Angeschossenen ist kritisch.
Die technische Untersuchung der sichergestellten Schusswaffe dauert an. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die Tatwaffe.
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