Mobbing am Arbeitsplatz

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Manchmal fühlt man sich wie angekettet.
Essen: Rüttenscheid |

Ich habe lange vor meiner Selbständigkeit in sozialen Bereichen gearbeitet. Es gab viel Emotionales, viel Leid, Unglück und traurige Menschen zu erleben. Aus diesem Grund habe ich mich irgendwann dazu entschlossen, den sicheren Job aufzugeben und mich Menschen zu widmen.

Es sind die unterschiedlichsten Dinge und Beweggründe, warum Menschen verzweifeln. Frauen die zur Prostitution gezwungen werden, Kinder, die bereits in der Schule Mobbing erleben und auch Erwachsene, die selbst im fortgeschrittenen Alter dem Druck am Arbeitsplatz nicht mehr statthalten können.

Führen bedeutet nicht Befehlen


Meist beginnt es schleichend. Veränderungen in der Führung, Veränderungen im Arbeitsbereich oder neue Aufgaben, die Angst machen. Nicht jeder Mensch ist in der Lage flexibel zu reagieren und sich auf Neues einzustellen. Es gibt die, die nicht ohne Veränderungen leben können und immer wieder Abwechslung brauchen und eben die anderen. Die, die mit ihren Gewohnheiten gut und gerne leben. Das sind oft die Menschen, die extrem leiden.

Das Verhalten während solcher Veränderungsprozesse definiert sich genauso unterschiedlich. Der eine entzieht sich der Situation, in dem er krank wird. Wieder andere versuchen so unauffällig wie möglich zu agieren, um gar nicht erst aufzufallen. Und wieder andere beklagen ihre Situation und suchen Entschuldigungen und Rechtfertigungen, warum sie sich den neuen Aufgaben nicht stellen können.

In den meisten Fällen fehlt das Verständnis des Vorgesetzten. Auch sie sind manchmal überfordert können es aber besser tarnen in dem sie delegieren. Dann kommt der Druck, der dem sie selbst standhalten müssen und der in der Regel an den Arbeitgeber abgeben wird.

Ich wünschte mir mehr Kooperation, Einfühlungsvermögen und Verständnis. Transparenz und Wertschätzung helfen. Statt dessen tritt Verzweiflung an die Stelle. Der Mensch fühlt sich gemobbt, weil versucht wird, mit Druck etwas zu erreichen.

Druck erzeugt Gegendruck


Wo Druck erzeugt wird, staut sich etwas an. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Mensch "platzt".
Wenn Sie, lieber Leser eine Führungskraft sind, schauen sie hin, was ihre Mitarbeiter brauchen, hören sie die Zwischentöne und versuchen sie zu verstehen. Sie tragen eine Verantwortung, der Sie sich bewusst sein müssen. Verweigern Sie nicht die Hilfe, seien Sie da und stärken Ihren Mitarbeitern den Rücken.

Es gibt keinen Führerschein


Wer aber zu der Gruppe derer gehört, denen der tägliche Gang zur Arbeit zur Qual wird, versuchen Sie ein offenes Gespräch zu führen. Wenn das nicht gelingt, weil ihr Gegenüber unwirsch reagiert, holen Sie sich Hilfe. Wenn es auch noch so unverständlich ist, wer Ihnen nicht zuhören möchte, dürfte auch keine Mitarbeiter führen. Leider gibt es keinen "Führerschein."

Vielleicht gibt es einen anderen Weg für die Zukunft. Denn auf Dauer ist Druck nicht zu ertragen.

Hier ein Erfahrungsbericht von mir.

ich wünsche allen eine gute Zeit und viel Kraft. Vielleicht haben Sie Ähnliches erlebt?
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3 Kommentare
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Elisabeth Pauly aus Essen-Süd | 30.04.2015 | 14:17  
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Elisabeth Pauly aus Essen-Süd | 15.05.2015 | 23:33  
Beatrix Gutmann aus Essen-Süd | 10.07.2015 | 23:05  
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