Sparkasse Essen: Filialen in Rüttenscheid, Südviertel, Huttrop sowie Kettwig werden zusammengelegt

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Immer seltener nutzen viele Kunden die Filialen der Sparkasse. Deshalb wird nun die Reduzierung angegangen. (Foto: Sparkasse Essen)
 
Der Vorstand um den Vorsitzenden Volker Behr gab jetzt die Änderungen im Filialnetz der Sparkasse Essen bekann. (Foto: Krause)

Unter dem Titel "Sparkasse stellt sich neu auf" gibt das Essener Geldinstitut Änderungen bekannt, die sich gerade auch auf Filialen im Essener Süden beziehen.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ hieß es in Anlehnung an Aristoteles seit Dezember 2015 bei der Sparkasse Essen. Geprüft wurde, ob bzw. wie interne Abläufe und Prozesse im Sinne der Kunden optimiert werden können und wie sich die Sparkasse am besten auf die sich fortwährend ändernden Präferenzen im Bankgeschäft einstellen kann. Eine Zukunftsstrategie und erste Umsetzungen dazu beschloss der Verwaltungsrat in enger Abstimmung mit dem Vorstand und dem Personalrat. Darin hieß es, dass die Sparkasse weiterhin flächendeckend in Essen vertreten sein soll, die immer beliebteren digitalen Kanäle weiter auszubauen sind und der Service zudem verstärkt über SB-Einrichtungen gewährleistet werden soll.

Filialen immer seltener genutzt


Die Notwendigkeit zum Umdenken ergibt sich aus der Tatsache, dass Bankkunden ihre Filialen immer seltener nutzen und ihre Geldgeschäfte via Computer, Handy, Selbstbedienungseinrichtungen und Telefonservice erledigen. Allein bei der Sparkasse Essen verzeichnete die virtuelle Filiale im Internet 23 Millionen Zugriffe im vergangenen Jahr, der Besuch der Filiale in der Nachbarschaft aber wird seltener. Statistisch sucht jeder Sparkassenkunde zu Beratungszwecken nur noch einmal im Jahr seine Filiale auf.

14 Standorte von 49 in vier Abschnitten reduziert


Nun also wird das Netz ausgedünnt, aber sehr bewusst dabei ausgewählt. Reduziert werden die bisher 49 Filialen der Sparkasse Essen bis 2020 in vier Abschnitten um 14 Standorte, wobei neun Standorte in Selbstbedienungs-Filialen umgewandelt werden. Mit dann 35 mitarbeiterbesetzten Filialen und 43 SB-Standorten hat die Sparkasse nach Umsetzung aller Maßnahmen immer noch annähernd so viele Standorte wie alle relevanten Wettbewerber in Essen zusammen, betonen die Verantwortlichen. Dabei werden einzelne Filialen quasi von anderen "aufgenommen".

Start in Rüttenscheid, Südviertel und Kettwig


Konkret sieht der Masterplan folgende Überleitungen in den nächsten zwölf Monaten vor:
- Filiale „Klarastraße“ (431) geht in den Filialen „Witteringstraße“ (401) und „Rüttenscheid“ (403) auf
- Filiale „Baumstraße“ (436) in die Filiale „Rüttenscheid“ (403)
- Filiale „Huttrop“ (447) in die Filialen „Steele“ (412) und „Wasserturm“ (434),
- Filiale „Kettwig vor der Brücke“ (473) in die Filiale „Kettwig“ (470)

Die aufnehmenden Filialen seien modern gestaltet, teilweise erst aktuell renoviert und modernisiert. An einigen Standorten seien noch Renovierungs- und Umbaumaßnahmen vorgesehen. Durch die entstehenden größeren Filialen werde eine kompetente Beratung – auch zu komplexen Themen – sichergestellt und ausgebaut.
Denn das betont man bei der Sparkasse Essen ausdrücklich: Kunden sollen nicht weniger Beratung erhalten, sondern eher mehr: deutlich mehr feste persönliche Ansprechpartner, in allen Filialen qualifiziertes Wertpapiergeschäft, Immobilienerwerb mit Baufinanzierung. Zudem würden die Geschäftskunden unverändert dort betreut, wo sie auch selbst tätig sind.

Bringservice für Bargeld bis nach Hause


Die Kunden sollen ausreichend Gelegenheit haben, die Änderungen mit ihren Ansprechpartnern zu besprechen. Zudem würden die vertrauten Berater nach Möglichkeit im Umfeld des ursprünglichen Standortes erreichbar sein.

Darüber hinaus wird die Sparkasse zukünftig in ganz Essen einen mobilen Bargeld-Bringservice einrichten. „Wir wollen und werden auch wenig mobile Kunden weiterhin bedienen und Bargeld innerhalb des Stadtgebietes beispielsweise an die eigene Haustür bringen“, erklärte der Vorstand. Entsprechend können bei Bedarf bis zu 1.500 Euro Bargeld telefonisch bestellt werden. Ein Mitarbeiter der Sparkasse liefert das Geld zu einem vereinbarten Termin nach Hause und nimmt Überweisungen sowie frankierte Post mit. Aber auch die von der Sparkasse unterstützten Bürgerbusse auf der Margarethenhöhe und in Kettwig können die Kunden in ihrer Mobilität unterstützten. Nach Angaben der Sparkasse wird es bei normalen Verkehrsverhältnissen für 85 % der Kunden möglich sein, innerhalb von 5 Minuten ihre Filiale mit dem Fahrzeug zu erreichen.

Keine betriebsbedingten Kündigungen


Für die Sparkassenmitarbeiter hat der Vorstand betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. „Jeder Mitarbeiter behält einen Arbeitsplatz. Durch die auf Wachstum ausgerichtete Strategie werden deutlich mehr feste persönliche Ansprechpartner für unsere Kunden da sein. Damit steigen die Chancen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wo es möglich und nötig ist, werden wir die Mitarbeiter wie bisher durch entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten für die Aufgabenfelder qualifizieren,“ so der Vorstand.
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4 Kommentare
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Susanne Demmer aus Essen-Nord | 08.07.2016 | 17:30  
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 09.07.2016 | 11:03  
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Bodo Kannacher aus Essen-Süd | 10.07.2016 | 15:49  
Sabine Pfeffer aus Essen-Süd | 11.07.2016 | 09:44  
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