Viele Trickbetrüger in Essen unterwegs - Besonders Senioren sind Ziel der Ganoven

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Über den ganzen Tag verteilt meldeten sich gestern (13. Februar 2018) telefonisch falsche Enkel und falsche Gewinnspielvertreter bei Senioren im Essener Stadtgebiet. Zudem klingelte es bei mindestens zwei weiteren Seniorinnen an der Haustür. Ein falscher Wasserwerker und eine falsche Pflegedienstmitarbeiterin schafften es hierbei, Bargeld und Schmuck aus den heimischen Wohnungen zu stehlen.

Gegen 8.45 Uhr klingelte laut Polizei Essen eine zirka 45 Jahre alte Frau bei einer 67-jährigen Essenerin auf der Liebigstraße. Die Unbekannte gab sich als Mitarbeiterin eines Pflegedienstes aus. Unter dem Vorwand, die Wohnung zu überprüfen, entwendete die Frau unbemerkt die Brieftasche der Dame. Die Frau soll 160-170 cm groß sein, von schlanker Statur und ein weißes Tuch um den Kopf getragen haben. Die Frau sprach akzentfreies Deutsch.
Gegen 11.20 Uhr schellte es bei einer 77-jährigen Essenerin auf der Hubertstraße. Der zirka 30-35 Jahre alte Mann deutscher Herkunft teilte der Seniorin mit, dass er aufgrund eines Wasserrohrbruchs auf der Straße nun die Rohre in der Wohnung und im Keller überprüfen müsse. Zusammen suchten sie erst den Keller des Hauses auf und begaben sich dann gemeinsamen in die Wohnung der Seniorin. Daraufhin bat er die Dame, in dem Keller nach den rechten zu sehen, während der vermeintliche Wasserwerker im Badezimmer wartete. Während die Dame den Keller begutachtete, durchsuchte der Unbekannte die Wohnung. Mit Schmuck verließ er das Haus und floh unerkannt. Der Mann wird beschrieben als 175-180 cm, von normaler Statur, Dreitagebart und trug neben einer dunklen Jacke und einer grauen Mütze auffällig helle Schuhe.
Bei den Telefonaten in den Mittags- und Nachmittagsstunden (13.30 Uhr - 17 Uhr) erkannten die Senioren den Trick und beendeten die Gespräche.

Die Polizei appelliert: Lassen Sie keine unbekannten Personen in ihre Wohnungen, auch wenn die Leute darauf bestehen! Falls vorhanden, öffnen Sie die Türe mit einer Türkette. Im Zweifel, melden Sie sich bei vertrauten Nachbarn, Verwandten oder bei der Polizei. Darüber hinaus gibt auch die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der Polizei Essen/Mülheim an der Ruhr jederzeit Präventionstipps, Kontakt-Tel. 0201/829-4444 
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