Vorsicht! Abzockfallen auf Facebook

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Schnell gerät man in eine Kostenfalle, wenn man unbedacht auf Banner und Werbung tippt.

Für viele Personen beginnt der Tag nicht nur mit einem Frühstück samt Kaffee, sondern mit einem Besuch auf Facebook. Die Nutzung der sozialen Medien ist so selbstverständlich geworden, dass es nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist. Jedoch bietet das populäre soziale Netzwerk somit auch Trickbetrügern genügend Möglichkeiten, Nutzer in Abo- und Kostenfallen tappen zu lassen.

Die Schlagzeile machts - Neugierde ist der Katze Tod


Es ist gerade mal ein paar Tage her, als auf Facebook diese Meldung kursierte: Stefan Raab ist tot. Natürlich ist das eine Ente, ein Märchen. Doch da dieser Todesfall so überraschend und bizarr wirken würde, klicken viele Facebook-Nutzer auf diese Meldung. Je größer und aufwühlender die Sensation oder der Skandal, desto eher wird geklickt. In diesem Fall führte der Link statt zu einem Bericht eines angeblichen Todesfalls zu einem Gewinnspiel. Makaber.
Es kursierten bereits mehrere Meldungen über solche Enten bezüglich Todesfälle bei Prominenten. Solche Aktionen werden geschaltet, um an wertvolle Daten zu gelangen. Das man mit Hilfe solcher Datensätze mit weiterer Werbung belästigt und/oder Betroffener von weiteren Abo- und Kostenfallen wird, ist sehr wahrscheinlich.

So kam es in der Vergangenheit nicht nur zur Infizierung durch Trojaner bei einem Klick auf solche Anzeigen, sondern die Adressen wurden zudem an andere Firmen weiterverkauft. Bei alleine 28 Millionen Facebook-Nutzern in Deutschland alleine kann man sich denken, wie viele Betroffene es geben wird.

Rechnung statt Schnäppchen - Angebliche Angebote führen in Abofalle


Auch häufen sich in den Facebook-Timeslines (Chronik) auch Beiträge, die Schnäppchen und Sonderangebote präsentieren, bei denen man neugierig wird. So sind dort Laptops, Handys oder auch Klamotten und Schuhe zu nahezu kriminell niedrigen Preisen zu sehen. Klickt man jedoch auf diesen Beitrag wird man auf eine Anmeldeseite umgeleitet, anstatt zum Produkt. Viele Facebook-User denken sich nichts dabei und überlesen dabei wichtige Hinweise – wie die AGB oder die Nutzungsbedingungen. Sie geben ihre Daten ein und erhalten statt dem Angebot eine saftige Rechnung, weil sie ein Abo abgeschlossen haben.
Die Abzocker nutzen die Nachteile, die bei Vertragsabschlüssen durch die Verwendung von Smartphones und den sozialen Medien entstehen können. So zählt auch ein Fingertipp oder Klick, der aus Unachtsamkeit oder fehlerhafter Bedienung passiert. Darstellungsprobleme oder langatmige Ladezeiten von Internetseiten, die via Smartphone aufgerufen werden, animieren Nutzer auch dazu, mehr als einmal die entsprechenden Knöpfe zu betätigen. Ein gefundenes Fressen für Firmen, die sich mit Abos und Kostenfallen eine goldene Nase verdienen wollen.


Beachten Sie bei der Nutzung der sozialen Medien Folgendes


1. Insbesondere die Popularität von Facebook macht die Plattform für Betrüger interessant. Deshalb ist es ratsam, sich ein paar Hinweise zu Herzen zu nehmen, wenn man nicht unerwartete Rechnungen aus Abos erhalten möchte.

2. Gewöhnen Sie sich an, alle verfügbaren Daten eines Beitrags in den sozialen Medien zu prüfen. Wer hat den Beitrag verfasst? Wie lautet die URL des Links? Lässt der Beschreibungstext auf einen anderen Inhalt schließen?

3. Es ist recht unwahrscheinlich, dass Sie ein iPhone oder einen Laptop für unter 10 EUR via Facebook erhalten werden. Solche Beiträge sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Mit der Blockieren-Funktion werden solche Meldungen unterbunden.

4. Sollten Sie auf die Seite eines Anbieters gelangen, überprüfen Sie unbedingt folgende Angaben im Impressum: Anschrift, Telefonnummer, Rechtsform, Handelsregisternummer, zuständiges Amtsgericht. Sollte die Angaben mangelhaft sein, ist unter Umständen Vorsicht geboten.

5. Geben Sie unter gar keinen Umständen persönliche Daten wie Ihre Adresse, Handynummer oder E-Mail (abgesehen von Ihrer freiwilligen Registrierung bei Facebook) an. Auch wenn sich vermeintliche „Fan-Pages“ per Privatnachricht an sie wenden. Natürlich sollten Sie ihre persönlichen Daten auch nicht an die Shop-Seiten/Gewinnspiele weitergeben, auf die sie durch einen versehentlichen Klick gelangt sind.

6. Insbesondere in Facebook-Gruppen sind Fake-User unterwegs, die dort auf Abzock-Seiten verlinken. Auch da ist Vorsicht geboten.

7. Vertrauen Sie nicht auf viele „Facebook-Likes“. Auch wenn der vermeintliche Schnäppchen-Beitrag viele Befürworter darstellt, heißt das noch lange nicht, dass dies auch authentisch ist.
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