Kerber sei Dank - kommt jetzt der neue Tennis-Boom?

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Großen Zuspruch erhält jedes Jahr das Sommercamp für Kinder und Jugendliche.
 
Dieter Meier (Medienbeauftragter), Torsten Adolph (Sportwart) und Dr. Hans-Elmar Döllekes (2. Vorsitzender des TC Bredeney)
Essen: TC Bredeney |

„Schön wäre das - keine Frage. Welche Sportart und welcher Verein würden sich nicht über steigende Mitglieder- und Aktivenzahlen freuen“, erklärt Dr. Hans-Elmar Döllekes, 2. Vorsitzender des TC Bredeney. „Aber ich glaube das ehrlich gesagt nicht!“ „Man darf ja nicht vergessen, dass Melbourne-Siegerin Angelique Kerber bereits 28 Jahre alt ist - und zur Zeit die einzige Spielerin, die einen so großen, sportlichen Erfolg vorweisen kann. Ich denke, wir bräuchten mehr davon - und jüngere Spieler, die sich über mehrere Jahre an der Spitze halten können!“, ergänzt Torsten Adolph, Sportwart des Vereins.

Also kein zweiter Tennis-Boom wie in den 80er Jahren? Als Gran Slam-Turniere noch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wurden, wir alle wussten was der Davis-Cup ist und man bei den örtlichen Tennis-Vereinen nur noch über einen Bürgen Mitglied werden konnte. Vorbei die Zeiten…

Ende 2012 nur noch 272 Mitglieder - zu wenig!


Wie schwer es der „Weiße Sport" nach dem Ende des letzten Tennis-Booms rund um Boris Becker und Steffi Graf hatte, konnte der Traditionsverein TC Bredeney am eigenen Leib erfahren. „Vor noch drei Jahren - also Ende 2012 - hatten wir nur noch 272 Mitglieder. Da musste man was tun - der Vorstand war gefordert - der Verein musste sich neu aufstellen“, erinnert sich Döllekes. Attraktive Angebote für Mitglieder - im sportlichen, aber auch im außersportlichen Bereich sollten wieder mehr Menschen für den Verein begeistern. „Wir haben uns ganz bewusst an „Noch-nicht-Tennisspieler“ gewandt - Kinder, Familien, Erwachsene! Gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit haben wir sehr viel gemacht. Feriencamps und vermehrte Trainingsangebote beispielsweise. Mittlerweile - drei Jahre später - haben wir 190 Jugendliche im regelmäßigen Clubtraining! Darüber freuen wir uns natürlich sehr!“ Auch in anderen Bereichen veränderte sich der Verein: In die Infrastruktur beispielsweise wurde investiert - die gesamte Außenanlage komplett generalüberholt - eine große Traglufthalle überspannt in der Wintersaison drei Plätze.
„Gute sportliche Leistungen lagen und liegen uns natürlich auch am Herzen - wir wollen Vereinsmitgliedern und natürlich auch Zuschauern begeisternde Spiele zeigen — gute Spieler zu uns zu holen, ist uns daher ein wichtiges Anliegen!“ „Dabei haben wir uns übrigens ganz bewusst nicht bei anderen Vereinen in Essen umgeschaut“, betont Torsten Adolph. Tennis auf sehr hohem Niveau wird in den kommenden Wochen unter anderem Dinah Pfizenmaier bieten, die immerhin bereits unter den ersten 80 der Welt gelistet war.
„Hochkarätigen Tennissport bieten auch unsere Turniere - wie beispielsweise die Bredeney Ladies Open, ein ITF-Turnier bei dem es neben dem attraktiven Preisgeld auch um Weltranglistenpunkte geht! Zuschauer kommen erfahrungsgemäß einige - natürlich ohne Eintritt bezahlen zu müssen.“
Viele Ideen - viel Engagement, welches mit einer Verdoppelung der Mitgliederzahlen (540 Ende 2015) belohnt wurde. Generell sehe man sich als der „sportlich engagierte Familienclub“ - offen für alle, die sich für Tennis neu oder wieder interessieren! „Manch einer entdeckt nach einem ‚Golf-Intermezzo’ seine Liebe zum Tennis wieder!“, schmunzelt Torsten Adolph. „Wir pflegen hier bewusst eine Willkommenskultur“, ergänzt Dr. Hans-Elmar Döllekes. „Das fängt damit an, dass unser Tor zur Anlage geöffnet ist, die Gastronomie und unsere sehr beliebte Sonnentrasse freuen sich über Gäste. Und wir natürlich auch!“
Und wer weiß, wenn sich weitere Vereine so ambitioniert um Spitzen - aber auch um den Breitensport Tennis bemühen - vielleicht erleben wir ihn ja doch noch irgendwann, den zweiten Tennis-Boom!
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1 Kommentar
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Tilo Behnke aus Essen-Werden | 07.03.2016 | 19:06  
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