Spieltag 24: Mit Glock und Gomez

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Marco Reus war nicht so auffällig wie gewohnt. Für ihn kam in der 64. Minute Mario Götze, der überraschend keine Berücksichtigung für die Startformation gefunden hatte. (Foto: Schütze)

Warum der Weg des FC Bayern zum Pokalfinale in Berlin mit lauter Heimspielen gepflastert ist, weiß vermutlich nur der Fußballgott, der jedoch alles andere als unparteiisch zu sein scheint. Nach Olaf Thon (zog das Duell gegen den BVB) hat nun auch der Rennfahrer Timo Glock im Lostopf mal so richtig danebengegriffen. Jetzt darf sich also der VfL Wolfsburg den Münchenern in der Allianz-Arena als Prügelknabe andienen.

Apropos: Verprügelt wurde der Meister von 2009 vom FC Schalke 04, der damit tatsächlich zurück auf einem internationalen Platz ist. Dank Julian Draxler, Jefferson Farfan und Klaas-Jan Huntelaar sind ab sofort alle Wortspiele mit dem Namen Jens Keller verboten. Aber dafür macht sich so langsam Hoffnung breit, dass der FC Augsburg die blutleere Volkswagen-Truppe vielleicht doch noch abfängt. Zehn Spieltage vor dem Ende der Saison ist das vielleicht die letzte wirklich spannende Frage.

Es gibt nicht wenige Fußballfans, die einen gemeinsamen Abstieg der Wolfsburger und Hoffenheimer beklatschen würden. Die TSG verkaufte sich gegen Bayern teuer, verlor aber 0:1, weil Mario Gomez traf. Wer den Stürmer schon abgeschrieben hat, sollte mal auf dessen Torquote gucken: Sechs Treffer in zwölf Spielen klingen nach einem guten, aber keineswegs sensationellen Wert. All das relativiert sich, wenn man berücksichtigt, dass Gomez pro Partie nur etwas mehr als eine halbe Stunde auf dem Feld stand.

Warum brauchen die Bayern also Robert Lewandowski? Für den BVB war der vom DFB begnadigte Pole mit zwei Treffern gegen SV Hannover 96 Gold wert. Da neben den Dortmundern auch die Leverkusener (2:1 gegen den VfB Stuttgart) gewannen, wird der Kampf um die Plätze zur direkten Champions-League-Qualifikation nun vermutlich ähnlich spannend verlaufen, wie der Kampf um den Meistertitel.
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