Spieltag 27: Sammers Wutrede Nummer 835

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Brach in der 71. Minute den Bann: Marco Höger (rechts) erzielte das späte 1:0 der Schalker. (Foto: Kaemper)

Was ist bloß los mit dem FC Bayern? Eine gute Viertelstunde lang bemühte sich der Tabellenführer vergeblich um des zehnte Tor gegen den HSV. Mehr denn je muss man befürchten, dass Trainer Jupp Heynckes das Saisonende in München nicht erleben wird. Sportdirektor Matthias Sammer sah die Probleme aber eher auf der Gegenseite: "Die Gegentore sollten uns wachrütteln." Nun, nach einem 9:2 klingt das schon nach Realsatire.

Tatsächlich dürfte der 27. Bundesligaspieltag auch aus Sicht von Sammer perfekt verlaufen sein. Die Bayern gewinnen, die Dortmunder verhindern mit ihrem 2:1 beim VfB Stuttgart jedoch die Münchener März-Meisterschaft und damit alle spontanen Festivitäten. Nichts stört also die Vorbereitung auf das Champions-League-Duell am Dienstag gegen Juventus Turin.

Und auch die Schwarz-Gelben dürften für ihren internationalen Auftritt gewappnet sein. Die 90 Minuten am Mittwoch in Malaga sollten nicht ganz so schmerzhaft verlaufen wie der Auftritt in Stuttgart. Nach Marcel Schmelzers Nasenbeinbruch faselt der Boulevard bereits vom Blut-Sieg. Nun, im Gegensatz zu vielen anderen fragwürdigen VfB-Aktionen am Samstagnachmittag konnte man den Tritt von Martin Harnik tatsächlich als unabsichtlich ansehen.

Keine Schrammen abgeholt haben sich die Schalker, da deren Gegner 1899 Hoffenheim schon seit Beginn der Saison ungefähr die Klasse aufweist, die der HSV in München aufs Parkett brachte. Dass Königsblau tatsächlich wieder auf dem vierten Platz steht, mutet nach den ersten gruseligen Minuten gegen den Tabellenvorletzten aber ebenso bizarr an wie Sammers Wutrede Nummer 835.
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