Tusem gibt die "rote Lampe" ab

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60 Minuten leidenschaftlicher Kampf haben dazu geführt, dass der TUSEM dank eines 30:28-Heimerfolg über den HBW Balingen-Weilstetten das Tabellenende in der DKB Handball-Bundesliga verlassen. Und auch wenn Ole Rahmel (7), Andre Kropp und David Breuer (je 6) die meisten Tore erzielten, betonte Trainer Christian Prokop: „Es war ein Erfolg der ganzen Mannschaft.“

Das Lob schloss auch jene Spieler ein, die nicht vor den 2137 begeisterten Zuschauern zum Einsatz kamen. Diese hatten im Training als HBW-Simulator agiert und hatten somit großen Anteil am Coup. Das Ziel sich emotional zu verbessern sei der Mannschaft „herrvoragend gelungen“, meinte der Coach in seiner Analyse, betonte aber: „Das alleine reicht gegen eine taktisch so gut geschulte Mannschaft nicht.“
Und so war es vor allem die erste Halbzeit, in der die Hausherren den Grundstein legen sollten. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hatte man praktisch immer wieder die richtigen Lösungen parat – egal in welcher Abwehrformation der HBW agierte und welche taktischen Finessen Dr. Rolf Brack aus dem Hut hervorholte. „Wir hatten im Vorfeld gedacht, dass wir im Tor einen Vorteil hätten“, so Brack, der jedoch von Nikolas Katsigiannis und Milos Putera nur zwei entschärfte Bälle in den ersten dreißig Minuten gesehen hatte.
Auf der Gegenseite hatte Ole Rahmel eine „überragende Deckung mit einem starken Torwart“ ausgemacht. Jan Kulhanek setzte mit seinen Paraden immer wieder wichtige Impulse, die aus dem 0:2 (5.) zunächst den 8:8-Ausgleich, dann die 12:11-Führung und letztlich die 18:12-Pausenführung machte. Der TUSEM kontrollierte auch im zweiten Spielabschnitt die Partie. Youngster Lasse Seidel stellte beim 19:12 erstmals auf sieben Tore und dieses Polster hielt bis zum 24:17 (43.) und Balingens zweiter Auszeit.
Die Gäste versuchten in der Schlussviertelstunde noch einmal die Deckung offensiver zu gestalten und erzwangen so einige Ballverluste. In Gefahr geriet der Heimerfolg jedoch nicht mehr. Der TUSEM konnte sich nach dem zwischenzeitlichen 24:20 (49.) und dem 26:23 (54.) freischwimmen und beim 29:23 (55.) und dem 30:25 (57.) war die Vorentscheidung gefallen. Der HBW versuchte noch einmal mit einer offenen Manndeckung die Partie zu kippen, doch mehr als drei Tore ließ der TUSEM nicht mehr zu. (krebietke) Fotos: Gohl
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