Bürgerbus könnte bald bis zur Ruhrtalstraße fahren

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Seit Jahren wünschen sich Anwohner aus dem Bereich Eststraße einen Anschluss an die Strecke des Bürgerbusses.

Überlegungen, die Strecke des Bürgerbusses zu erweitern, gibt es schon länger, doch nun werden sie konkret. Sowohl die ersehnte Einbeziehung der Ruhmbachsiedlung als auch die Verbindung über Schuir zur Werdener Ruhrtalstraße sind nicht mehr nur im Gespräch, sondern ein Stück weit in Planung.

Die Verlängerung der Route bis zur Ruhmbachsiedlung scheiterte bisher an der Notwendigkeit, den Stundentakt einzuhalten. Und nun sogar eine Fortführung bis in den Werdener Bereich? "Das geht nur mit einem Dutzend zusätzlicher Fahrer und einem weiteren Bus", sagt Hans Zilles, Vorsitzender des Vereins Bürgerbus Essen HMR. Das Kürzel steht für Haarzopf, Margarethenhöhe, Rüttenscheid, denn diese Stadtteile verbindet der acht Fahrgäste fassende Kleinbus seit 2005.
Ein Vorschlag von Dietrich Ostermann, der selber in der Ruhmbachsiedlung wohnt, sieht vor, die Strecke dann über die Siedlung Eststraße, vorbei am Gartencenter Schley und den Schuirweg hinab bis zum Geschäftszentrum an der Ruhrtalstraße nahe Am Staadt zu führen.

Nützen würde das nicht nur jenen Anwohnern und Kleingärtnern in Haarzopf, die sich seit Jahren entsprechende Verkehrsverbindungen wünschen, sondern auch den Flüchtlingen, die ab Mai im ehemaligen Kloster Schuir untergebracht werden sollen. Dort fehlt bisher jegliche Verbindung zum öffentlichen Personennahverkehr.
"Der Vorschlag wurde intensiv geprüft, wir haben auch mit Hrn. Ostermann die Strecke abgefahren", berichtet Hans Zilles über den Stand der Dinge. Jetzt liege der Plan bei der Steuerungsstelle ÖPNV der Stadt, und aus der Bezirksvertretung IX, zu deren Bereich Schuir und Werden gehören, sei schon signalisiert worden, man habe keine Einwände. Zilles schätzt, dass es im Zeitraum etwa eines Jahres möglich sein könnte, den Plan umzusetzen.

Haarzopf, Margarethenhöhe und Rüttenscheid

Derzeit verfügt der Verein über einen Bus und dessen Ersatz. Der Betrieb weiterer Fahrzeuge unterliegt komplizierten Förderbedingungen, weiß der Vorsitzende. Er ist aber optimistisch. Zusätzliche ehrenamtliche Fahrer allerdings sucht der Verein schon für seine jetzige Strecke (Infos auf www.buergerbus-essen-hmr.de). Wenn alles klappt, werden noch etliche mehr gebraucht.
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