Kinovorstellung für Toleranz und Respekt – „Füreinander in Essen!“ ermöglicht Matinee für 1.200 Kinder

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v. l. n. r. Janina Krüger (Ehrenamt Agentur Essen e. V.), Tim Geldmacher (MENSCHENMÖGLICHES e. V.), Niklas Jakob Wilcke (Ehrenamt Agentur Essen e. V.), OB Thomas Kufen, Henning Baum, Frank Buchheister (Rotary Club Essen-Ruhr), Simone Oster (MENSCHENMÖGLICHES e. V.) und die Kinder der Bodelschwinghschule (Foto Hendrik Rathmann)
 
Fröhliche Gesichter beim Meet and Greet - Hier die "Glücksinder" der Ehrenamt Agentur (Foto Hendrik Rathmann)

Dank der Initiative „Füreinander in Essen!“ durften sich 1.200 Essener Schulkinder über eine exklusive Kinovorstellung des Films „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ mit Schauspieler Henning Baum freuen. Ermöglicht wurde die Matinee in der Lichtburg durch Spenden des Rotary Club Essen-Ruhr, von MENSCHENMÖGLICHES e. V. und der freddy fischer Stiftung. Die Lichtburg Essen und die gemeinnützigen Vereine MENSCHENMÖGLICHES e.V. und Ehrenamt Agentur Essen e. V. (EAE) unterstützen und organisierten die Aktion.

Die Chance auf eine Exklusivvorstellung in Deutschlands größtem Filmpalast bietet sich nur selten. Genau dieses Privileg durften 1.200 Kinder aus zehn Grundschulen, des Projekts „Schwere Last von kleinen Schultern nehmen“ von MENSCHENMÖGLICHES, des EAE-Paten-Projekts „Glückskind“, betreute Familien des integrativen Carolinenhof, aus Projekten von MedienMonster e. V., des Kinderschutzbundes Essen und der freddy fischer Stiftung genießen.

Botschaft fürs Leben

Die Wahl des Films ist nicht willkürlich, so Tim Geldmacher, Vorstandsvorsitzender des Vereins MENSCHENMÖGLICHES: „Bei aller guten Unterhaltung möchten wir den jungen Zuschauern eine simple aber elementare Botschaft mit auf den Weg geben. Freundschaft und Respekt sind wichtig! Sich gegen alle Widerstände für das Gute einzusetzen lohnt. Diesen Mut wünschen wir allen Kindern.“

Ermöglicht wurde die Vorstellung durch den Rotary Club Essen-Ruhr, die freddy fischer Stiftung und MENSCHENMÖGLICHES e. V. Rotary-Mitglied Niklas Jakob Wilcke freute sich über den vollen Kinosaal: „Der weltweit geliebte Klassiker von Michael Ende steht noch heute für Werte der Freundschaft und des Zusammenhalts gegen Rassismus und Unterdrückung. Wir wollten ein Zeichen setzen und jungen Essenerinnen und Essener kostenfreien Zugang zu dieser kostbaren Geschichte schenken.“

Empfänger der „Füreinander in Essen!“-Kinoüberraschung sind Schülerinnen und Schüler von Schulen mit hohem Migrantenanteil und Kinder die durch Krankheit ein schweres Schicksal tragen oder sich einen solchen Kinobesuch nicht leisten könnten.

Hauptdarsteller zu Gast

Besondere Überraschung – Hauptdarsteller Henning Baum war persönlich zu Gast, um seinen Film dem begeisterten Publikum zu präsentieren und sich Zeit für ein Meet and Greet zu nehmen. „Der Film erzählt die Geschichte von Jim und Lukas, die durch die Enge ihrer alten Heimat Lummerland gezwungen sind in die Welt hinaus zu gehen. Auf dieser „Heldenreise“ geraten sie in große Gefahren, aber sie finden auch neue Freunde. Sie geben nicht auf und halten zusammen. All diese Abenteuer führen schließlich dazu dass sie sich beide weiterentwickeln, und drüber hinaus als Zeichen ihres inneren Wachstums, auch noch eine zweite Insel mit nach Hause bringen, so dass sie nun für alle genug Platz haben und auch die alte Emma nicht verschrottet werden muss. Der Film ist ein Plädoyer dafür etwas zu wagen, in die Welt hinaus zu gehen und sich mutig zu bewähren. Wer sich aus Lummerland nicht hinaustraut, und in der Gemütlichkeit verharren will, dem droht die Verzwergung“, so der Schauspieler, der sich seit Jahren als Schirmherr von MENSCHENMÖGLICHES und Ehrenamt Agentur engagiert.

Herzensangelegenheit

Die Organisation des Tages übernahmen die beiden Vereine und stellten Kontakt zu Essener Schulen her. „Der Film behandelt ein Thema, das uns allen sehr am Herzen liegt. Er zeigt, dass mit Freundschaft und Zusammenhalt trotz unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Schicksale Großes erreicht werden kann. Umso mehr freut uns, dass wir diesen besonderen Tag so einer großen Zahl junger Zuschauerinnen und Zuschauer ermöglichen konnten“, erklärten Janina Krüger und Simone Oster, Geschäftsführerinnen von Ehrenamt Agentur und MENSCHENMÖGLICHES.

Starke Bilder

Dass Filme tief berühren und prägen können, weiß Marianne Menze, Geschäftsführerin der Lichtburg: „Wir waren sofort begeistert von der Idee hinter ‚Füreinander in Essen!‘ und wollten die Botschaft des Films vielen jungen Essenerinnen und Essenern zugänglich machen, auch wenn sie sich dies vielleicht nicht leisten könnten. Es braucht starke Vorbilder, die für das Gute eintreten. Das Kino hat seit jeher solche Helden geschaffen – mögen sie noch so ungewöhnlich oder schwach wirken. Jeder von uns kann ein Jim Knopf oder ein Lukas sein, wenn er sich dafür entscheidet.“

Infos zur Idee hinter „Füreinander in Essen!“

In den vergangenen Wochen dominierte bundesweit ein Negativbild Essens in den Medien. Ein harter Diskurs zeichnete das verzerrte Bild einer gespaltenen Stadtgemeinschaft, die von mangelnder Solidarität bestimmt sei. Dass Essens Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich mit viel Gemeinschaftssinn leben, wurde dabei allzu oft übersehen. Diesem tagtäglichen Engagement einer lebendigen Zivilgesellschaft eine Bühne zu bieten ist ein Ziel von „Füreinander in Essen!“. Im Kern steht das Wissen, dass unser Zusammenleben im Ruhrgebiet vom Einsatz der Starken für Schwächere und einer bunten Vielfalt geprägt ist. Die Menschen in der Region haben große Freude an der Gemeinschaft trotz Unterschieden. Sie leben die Werte des Respekts und der Hilfsbereitschaft.
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