Guten Tag! Goodbye, Lou

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Meine Familie verdreht immer die Augen bei „meiner“ Musik. Andere hören Udo Jürgens, ich höre halt Lou Reed. Jetzt starb der Mann, dem in den 60er Jahren mit der Untergrundband „The Velvet Underground“ und wohlwollender Unterstützung des Popart-Titanen Andy Warhol – das geniale Plattencover mit der Banane kennt wohl Jeder – ein grandioser Wurf gelang, der 1972 mit seinem Glamrock-Spektakel „Transformer“ auch auf Solopfaden durchstartete. Einfache, aber griffige Melodien, zwei, drei Akkorde, mehr brauchte es nicht. Wenn dann das Mikro aufzog und Reed düster-verstörende, bitterböse Texte nölte, oft von feinem Humor durchzogen, dann war das purer Anti-Gesang. Was für Hits! „Walk on the wild side“. Das Thema für Lou Reed – die verkommenen Schattenseiten New Yorks, Sex, Rock and Roll, vor allem Drogen - Lou Reed steckte mittendrin im Sumpf. Dennoch zauberte er „Perfect Day“ aus dem Ärmel.
Ich bin sehr traurig, Lou. Du hockst jetzt da oben im Rock’n‘Roll-Himmel. Und ich hier unten schmettere vor mich hin: „ooh, it’s just a perfect day“. Und meine Lieben verdrehen die Augen…
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