Junge Künstler am Werk

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Die Schüler der Kunst AG gestalteten die Radeinstellplätze vor der Basilika. Foto: Bangert
 
An der Schule an der Jacobsallee wurde eine riesige Fläche bemalt. Foto: Henschke

Die Kunst-AG des Mariengymnasiums verschönert Flächen in Werden und Heidhausen

Der RuhrtalRadweg gab das Thema vor, der Verband das Okay, sein Logo nutzen zu dürfen. Um Wasser und Natur anzudeuten, wurde alles betont in blau-grünen Tönen gehalten.

Nun glänzen sie wieder, die Radstellplätze vor der Basilika. Die Kunst-AG des Mariengymnasiums wurde angefragt, ob sie nicht die Gestaltung übernehmen wollte. Sie wollte! Eifrig machten sich die jungen Künstler ans Werk…

Große und kleine Formate

Kunstlehrerin Angela Leise leitet die AG, die das fünfte bis zehnte Schuljahr umfasst, vor allem Kinder der Unterstufe. Mit ihren Schülern konnte sie bereits einige Projekte stemmen, so zum Beispiel an der Heidhauser Grundschule. An der Jacobsallee wurde nun eine riesige Fläche künstlerisch gestaltet. Das achte Schuljahr hatte Schablonen angefertigt, die nun auf die Wand übertragen wurden. Schulleiterin Petra Eickhoff hatte Wünsche geäußert, nun prangt das Schulmaskottchen Jakob der Rabe an der Wand. Künstlerisch werden Lesen und Schreiben lernen, Bewegungsschule und auch die Mint-Fächer angedeutet: Ein Käfer krabbelt unter einer überdimensionalen Lupe. Angela Leise gibt Tipps, animiert zur Sorgfältigkeit: „Ihr müsst die Pinsel auswaschen, sonst vertrocknen die.“ Die Sonne knallt, die Künstlerinnen schwitzen. Die zehn Quadratmeter große Wand füllt sich nach und nach.
Vor der Basilika war eher die kleine Form gefragt, so Leise: „Die zwei Werbeträger waren schon eine Herausforderung. Sie hatten sehr glatte Oberflächen, zudem sollten die Gemälde Wind und Wetter trotzen.“ Zündende Idee war der Einsatz von Acrylfarben: „Die mussten wir doppelt auftragen, damit es überhaupt hält. Danach bin ich noch zweimal mit Bootslack drüber gegangen. Das hält nun hoffentlich länger.“

An die Quelle gegangen

Dass immer nur zwei der jungen Künstler gleichzeitig arbeiten konnten, war für Angela Leise kein Problem: „Derweil beschäftigten sich ihre Mitschüler mit anderen Techniken. Sehr beliebt sind bei uns Kohlezeichnungen und Aquarelle.“ Liebevoll bis ins Kleinste gingen die Schüler vor. Ein detailgetreues Fachwerkhaus sticht ins Auge. Die zwölfjährige Lynn hat gezielt gegoogelt und eine Vorlage aus dem Internet gezogen: „Fachwerkhäuser zeichnen.“ Dann ging es an die Feinarbeit: „Ich habe eine Vorzeichnung erstellt und dann abgezeichnet. Bei uns in Heidhausen stehen noch solche Fachwerkhäuser, zum Beispiel am Heidhauser Platz.“ Paula ist elf und beschäftigte sich mit der Quelle der Ruhr in Winterberg: „Ich bin da schon mal gewesen.“ Eigene Fotos nahm die Sechstklässlerin als Vorlage. Ihr Bild fällt mit seinen grauen Schattierungen auf im farbenfrohen Gesamtwerk: „Dort an der Ruhrquelle kommt nicht viel Sonne hin. Außerdem hat es an dem Tag andauernd genieselt.“

Offizielle Übergabe

Günther Mayer und Reinhard Paas von der Ludgerus-Bruderschaft sind passionierte Radfahrer und haben stets ein Auge auf die Situation vor Ort, so Mayer: „Die Radeinstellplätze vor der Basilika hatte ich vor Jahren organisiert. Radwanderer stellten gerne ihre Räder auf der Behindertenrampe oder an den Wänden der Basilika ab. Das muss doch nicht sein.“ Da jedoch die Kirche kein Geld hatte sowie Grün und Gruga nicht durfte, da kein städtisches Gelände, wurde es schwierig. Günther Mayer fand die Lösung: An den Fahrradständern wurde Werbung angebracht. Da es die werbende Firma schon länger nicht mehr gibt, kam nun der Gedanke einer künstlerischen Aufwertung. Mayer und Paas hatten zuvor Fläche und Fahrradständer gereinigt, auf den Knien, mit der Bürste geschrubbt. Dann konnten die Schüler ihr Werk offiziell übergeben.
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