Monumentale Wirkung braucht Platz! Zwei Holzfiguren von Roger Löcherbach werden zum Hingucker für Werden

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Roger Löcherbach bei der Arbeit. Foto: Henschke

Die Wiese an der B224 wird aufgewertet. Die Bezirksvertretung beauftragte die Verwaltung einstimmig, die notwendigen vertraglichen Voraussetzungen zu schaffen, damit die monumentalen Holzskulpturen „Musica“ und „Herold“ des Fischlaker Künstlers Roger Löcherbach dort aufgestellt werden können.

Die Werdener Kulturgemeinde unterstützt die Aufstellung der Skulpturen und hat nach Rücksprache mit der Jury „Kunst im öffentlichen Raum“ einen Platz auf der Grünfläche des Platzes der Werdener Feintuchwerke ausgewählt.

Mensch und Baum

Der im Westerwald geborene Roger Löcherbach arbeitet seit 1998 freischaffend als Bildhauer in Essen. Seine Werke, immer aus einem Stamm heimischer Bäume gehauen, stehen in vielen bayerischen Städten, auch in Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr, im Duisburger Landschaftspark Nord.
„Für mich haben Mensch und Baum viel miteinander zu tun. Ich mache Holzskulpturen in allen Größen, hier ist es eine stehende Skulptur, die fast vier Meter hoch ist. Sie heißt ‚Herold‘ und ist aus einer Fischlaker Eiche gefertigt. Die andere sitzt, nennt sich ‚Musica‘ und ist an die drei Meter hoch. Sie entstand aus der Dreierastgabel einer Riesen-Kirsche. Die habe ich umgedreht. Beide Figuren halten vergoldete Instrumente, so verdeutlicht sich der Einklang von Musik und Naturverbundenheit. Wir haben verschiedene Plätze besichtigt, dieser schien uns der am besten geeignete: Monumentale Wirkung braucht Platz!“

Beim SchachtZeichen kennengelernt

Hanslothar Kranz schwärmte: „Ich habe Herrn Löcherbach und seine Werke 2010 beim SchachtZeichen kennen und schätzen gelernt, unterstütze diese Maßnahme voll.“ Auch Benjamin Brenk war 2010 mit von der Partie und hielt mit seiner Begeisterung nicht hinterm Berg: „Zunächst Dank, dass sich der Künstler bei uns persönlich vorstellt. An diesem gut ausgewählten Platz sind die Figuren bestens untergebracht, wieder mal ein Hingucker für Werden!“
Hans Joachim von Hesler-Wirtz wollte wissen, welche Maßnahmen gegen Vandalismus getroffen würden, dazu hatte Roger Löcherbach eine beruhigende Sicht der Dinge: „Man kann Vandalismus nicht ausschließen. Aber die Skulpturen stehen an einer stark befahrenen Straße. Außerdem akzeptieren zum Beispiel Sprayer kreative Äußerungen Anderer. Die übersprühen sich auch nicht gegenseitig!“ Bei Schäden könne er gerne kleinere Reparaturen vornehmen.

Wind und Wetter

Die beiden Kolosse würden durch Fachleute sicher aufgestellt, mit einer Lasur gegen Witterungseinflüsse geschützt. Allerdings schränkte Roger Löcherbach ein: „Holz verändert sich bei Wind und Wetter. Das ist nicht unbedingt das Schlechteste, Holz ist nun mal eine endliche Sache. Ob die Figuren mich überleben werden?“
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