Back in Action

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Orthopäde Dr. Thomas Albrecht wertet Christin Völkers Daten auf dem Wackelbrett aus. Foto: Albrecht
 
Bei „Quick Feet“ muss Christin Völker in ein Feld hinein und schnell wieder herausspringen. Foto: Albrecht

Innovativer Knie-Check der Orthopädischen Universitätsklinik im evangelischen Krankenhaus Werden

An der Werdener Pattbergstraße ist jetzt „Back in Action“ angesagt. Nein, das ist kein Film mit Chuck Norris, sondern ein innovativer Knie-Check.

Christin Völker atmet einmal tief durch und legt los. Normalerweise bereitet die junge Frau hier in der Klinik die Patienten vor und assistiert bei Operationen. Die 22-Jährige wartet noch auf einen Medizinstudienplatz, ihr Traum wäre die Rechtsmedizin. Nun jedoch jagt sie erst einmal verkabelt durch den Testparcours. Balanciert, springt, hüpft über Hürden, ganz schön anstrengend. Aber alles prima. Bei ihren Hobbies Fitness, Reiten und Poledance auch kein Wunder.

Jogi und Klinsi auf der Schulbank

Am Rechner sitzt Orthopäde Dr. Thomas Albrecht und wertet aus. Der Oberarzt der Orthopädischen Universitätsklinik im Evangelischen Krankenhaus Werden hat sich spezialisiert auf athroskopische Chirugie des Kniegelenkes. Über 10.000 Operationen: Damit zählt er zu den Erfahrensten seines Fachs im Ruhrgebiet. Bis 2008 war Albrecht als Dozent für den DFB in der Ausbildung von Fußball-Lehrern aktiv. So auch beim legendären Sonderlehrgang für verdiente Nationalspieler. Das Who is Who des deutschen Fußballs saß 2000 auf der Schulbank, als Albrecht referierte. Namen wie Donnerhall: Littbarski, Hölzenbein, Klinsmann, Sammer. Damals dabei der noch unbekannte Trainer des Karlsruher SC: Ein gewisser Joachim Löw. Teilnehmer und Dozenten gründeten die „Stiftung Jugendfußball“. Da sein Herz für den Nachwuchs schlägt, hob Thomas Albrecht 2011 für die Heckerschule das Fußballturnier der Werdener Grundschulen aus der Taufe. Noch heute übernimmt er wie selbstverständlich die Leitung dieses stets umjubelten und heiß umkämpften Wettbewerbs.

Ein Damoklesschwert

Über jedem Sportler hängt ein Damoklesschwert: Ein Riss des vorderen Kreuzbandes ist sehr schmerzhaft und muss operiert werden. Nach so einer OP ist die Beurteilung des sicheren Zeitpunktes einer Rückkehr in den Sport schwierig. Man ging immer von sechs bis neun Monaten aus, doch Orthopäden mahnen zur Vorsicht. Gerade jüngere Operierte neigen nämlich oft dazu, zu früh wieder anzufangen. Als mahnendes Beispiel nennt Dr. Albrecht den immer wieder verletzten Fußballspieler Holger Badstuber. Erschreckend: Das Risiko, sich das Transplantat in den ersten drei Jahren zu reißen, liegt bei zwanzig Prozent. Trotz modernster Behandlungs- und Therapiemaßnahmen musste man sich bisher auf die persönliche Erfahrung des Behandlers verlassen und aufs „Bauchgefühl“. Unbefriedigend für Operateur und Patient. Im österreichischen Innsbruck wurde jedoch ein Test entwickelt, der eine objektive Beurteilung des richtigen Zeitpunkts ermöglicht. Als Oberarzt Albrecht auf diese Pionierarbeit seiner Tiroler Kollegen stieß, stand der Entschluss fest: Auch die Orthopädische Universitätsklinik im Evangelischen Krankenhaus Werden sollte ihren Patienten dieses international standardisierte Testverfahren zur Verfügung stellen. Sein Chef Prof. Dr. Marcus Jäger war ebenfalls begeistert von den Möglichkeiten. Mit Unterstützung von Klinikdirektor Jäger und Peter Maraun, Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Werden, wurde also „Back in Action“ angeschafft. Damit ist das Haus führend in ganz NRW.

Verletzungen vermeiden

Die Ergebnisse der Testreihe werden in eine riesige Datenbank eingespeist und verglichen mit den Normwerten einer Studie. Ein wichtiges und objektives Feedback. Sollte nur ein Testbereich unter dem Normwert liegen, gibt es die „Rote Karte“ und der Patient darf noch nicht zum Sport zurückkehren. Termine für die Durchführung des „Back in Action“-Tests werden in der Sprechstunde von Dr. Albrecht in der Orthopädischen Universitätsklinik im Evangelischen Krankenhaus Werden koordiniert und sind unter 0201-408947201 zu erhalten.
Dr. Thomas Albrecht und seine Kollegen möchten aber nicht nur Verletzungen reparieren, sondern sie möglichst bereits vermeiden helfen: „Das Beste wäre doch, wenn wir gar nicht erst zum Einsatz kommen müssten.“ Die Deutsche Kniegesellschaft hat daher auf www.stop-x.de ein Trainingsprogramm veröffentlicht, mit dem Sportler das Risiko einer Knieverletzung deutlich reduzieren können. Videos demonstrieren hier geeignete funktionelle Übungen.
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